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<rss xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0"><channel xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"><title>Informationslücken</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/</link><atom:link xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" rel="self" href="http://informationsluecke.blog.de/feed/rss2/posts/"/><description></description><language>de-DE</language><generator>MokoFeed</generator><ttl>10</ttl><image><title>Informationslücken</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/</link><url>http://data5.blog.de/design/preview/66/b940fd044f3ad1a5c6b894345dc6fd_160x200.jpg</url></image><item><title>Worauf es ankommen könnte ...</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2009/10/22/worauf-ankommen-7223941/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2009-10-22:/2009/10/22/worauf-ankommen-7223941/</guid><pubDate>Thu, 22 Oct 2009 17:18:25 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;"Die meisten Menschen können nicht denken und viele der Übrigen wollen nicht denken.&lt;br&gt;
Die kleine Fraktion derjenigen, die tatsächlich denkt, kann es jedoch oft nicht auf eine angemessene Weise tun. Die extrem winzige Gruppe derjenigen, die regelmä...ßig, akkurat, kreativ und ohne Selbstbetrug denken, sind, langfristig betrachtet genau die Leute, auf die es wirklich ankommt." (Robert Heinlein 1907 - 1988)&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.infoluecke-verlag.com"&gt;IL-Verlag, Basel/CH&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2009/10/22/worauf-ankommen-7223941/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>mitleid-und-liebe</category><category>basel</category><category>erkennen-und-handeln</category><category>schweiz</category><category>eigenst%C3%A4ndigkeit</category><category>il-verlag</category><category>unabh%C3%A4ngigkeit</category><category>freiheit</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2009/10/22/worauf-ankommen-7223941/#comments</comments></item><item><title>Die Zukunft Europas</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2009/10/17/zukunft-europas-7187384/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2009-10-17:/2009/10/17/zukunft-europas-7187384/</guid><pubDate>Sat, 17 Oct 2009 13:15:38 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.infoluecke-verlag.com/shop/main_bigware_34.php?items_id=73&amp;bigwareCsid=46fe10a153c1a9dc8dbaf179359c4903"&gt;Individualität und Egoismus&lt;/a&gt; müssen in Zukunft ebenso unterschieden werden, wie Nationalität und Nationalismus, dies zeigt sich in der Analyse des Neoliberalismus und des Neokonservativismus, die in der Form unterschiedlich je die Globalisierung, bzw. Welthegemonie anstreben und dabei weder das menschliche Individuum, noch die historisch gewachsene Völkergemeinschaft respektieren. &lt;a href="http://www.infoluecke-verlag.com/shop/main_bigware_34.php?items_id=73&amp;bigwareCsid=46fe10a153c1a9dc8dbaf179359c4903"&gt;Europa &lt;/a&gt;hat hier Wensentliches dazu zu sagen und dies in Form von wirklicher Menschlichkeit.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Darin besteht die Aktualität der &lt;a href="http://www.europaeer.net/die-soziale-frage/"&gt;"Sozialen Frage"&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;img src="http://www.bgr-nordhausen.de/uploads//2009/03/antikap1.jpg" alt="null" title="null"&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2009/10/17/zukunft-europas-7187384/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>europa</category><category>egoismus</category><category>ost-und-west</category><category>infol%C3%BCcke-verlag</category><category>informationsl%C3%BCcken</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2009/10/17/zukunft-europas-7187384/#comments</comments></item><item><title>Informationslücke- Verlag (ILV), Basel/CH, Freiheit des Geistes, Geist der Freiheit</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2009/10/17/informationsluecke-verlag-ilv-basel-ch-freiheit-geistes-geist-freiheit-7185790/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2009-10-17:/2009/10/17/informationsluecke-verlag-ilv-basel-ch-freiheit-geistes-geist-freiheit-7185790/</guid><pubDate>Sat, 17 Oct 2009 08:07:49 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.infoluecke-verlag.com"&gt;IL-Verlag, Basel, CH&lt;/a&gt;&lt;br&gt;
&lt;img src="http://www.gottwuerfeltdoch.de/images/logo_il_verlag.jpg" alt="null" title="null"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Jedem Menschen steht es zu, seine Ideen in freier Weise zu schöpfen und aus dem eigenen Ideenleben heraus in freiem Wollen tätig zu sein. So steht der Mensch im Spannungsfeld zwischen den Qualitäten des Guten, des Schönen und des Wahren einerseits und des Abgründigen, Hässlichen und Verlogenen auf der anderen Seite. Insofern er seinem Urbild des Guten, Schönen und Wahren folgt, kann diese wahre Freiheit des Geistes der Menschenwürde und den Menschenrechten nicht widersprechen. So gesehen braucht der Mensch keine Normethik, sondern er erringt sich eine individuelle Ethik, die erst eine wirkliche freie Gemeinschaft von freien Menschen ermöglicht.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Aus dieser Haltung heraus verwirklicht der Informationslücke-Verlag, Basel/Schweiz, seine Buchprojekte auf partnerschaftliche Art und Weise mit seinen Autoren zusammen.&lt;br&gt;
Wird erst einmal erkannt, dass der Reichtum der Ideen das wirkliche Kapital einer menschlichen Gemeinschaft ist, sei dies innerhalb der Familie, eines Betriebes, der Gemeinden oder des Staates, dann kann das Geld als das angesehen werden, was es wirklich ist und was es eben nicht ist. Es ist ein Mittel zur Umsetzung von Ideen. Es ist keine Ware, die auf Bankkonten des Zinses wegen gehortet oder an Börsen durch Spekulation verhökert werden sollte. Diese dem Geld fremden Machenschaften verhindern seine wirkliche Aufgabe und lassen den Menschen seine Würde verlieren.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Die wirkliche Aufgabe des Geldes liegt darin, dass es die Verhältnisbildung zwischen Menschen ermöglicht und den Menschen erlaubt, die aus Liebe zum Schaffen selbst gewählte und als Herausforderung gestellte Aufgabe zu verwirklichen. Wie oft scheitert ein Werk, sei dieses künstlerischer oder wissenschaftlicher Art, daran, dass kein Geld vorhanden ist!&lt;br&gt;
Durch die Solidarität freier Menschen lassen sich diese dennoch verwirklichen, wenn sich die Menschen zu freier Zusammenarbeit finden, die aber dadurch verbindlich wird, dass sie sich aus Freiheit zu einem gemeinsamen Vorgehen entschließen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Darin liegt die Idee des Informationslücke-Verlages.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2009/10/17/informationsluecke-verlag-ilv-basel-ch-freiheit-geistes-geist-freiheit-7185790/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>konkretisierung</category><category>freiheit</category><category>verlag</category><category>br%C3%BCderlichkeit</category><category>gleichheit</category><category>ideen</category><category>alter</category><category>b%C3%BCcher</category><category>jugend</category><category>autoren</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2009/10/17/informationsluecke-verlag-ilv-basel-ch-freiheit-geistes-geist-freiheit-7185790/#comments</comments></item><item><title>Wer ist der Staat?</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2009/08/17/staat-6741195/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2009-08-17:/2009/08/17/staat-6741195/</guid><pubDate>Mon, 17 Aug 2009 06:34:21 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.europaeer.net/herren-und-sklaven/" title="Die totale Versklavung"&gt;&lt;img src="http://data5.blog.de/media/996/3794996_1805a609a0_s.jpg" alt="Die totale Versklavung"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Entlassungen von Tausenden von Arbeitern, Lohnkürzungen um 10 Prozent bei den verbleibenden. Renten werden für die nächsten 19 Jahre ohne Teuerungsausgleich ausgezahlt, was praktisch einer Rentenkürzung gleichkommt. Rentenprämien werden um 2 bis 4 Prozentpunkte erhöht. Wer hat jetzt die Finanzkrise, die eine wirtschaftliche Rezession zur Folge hat, ausgelöst?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Kleinere und Mittlere Betriebe werden ausgeblutet. Der Mittelstand der Bevölkerung in Zinsketten gelegt. Und niemand will die Zusammenhänge erkennen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;«Ein Blankokredit bei bester Bonität kostet bei uns 4,5 Prozent», meint etwa Raiffeisen-Sprecher Franz Würth. Er räumt aber ein, dass weniger gute Kunden schon mal das Doppelte bezahlen müssen. Das wären neun Prozent – plus 0,25 Prozent Kreditkommission pro Quartal. ZKB-Pressesprecher Diego Wider nennt eine Spanne von 5,5 für sehr gute bis sieben Prozent für «durchschnittliche» Firmenkunden.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8525672/fritz_frey_pecunia_non_olet_3952346128.html"&gt;Pecunia non olet - Geld stinkt nicht?&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.libri.de/shop/action/productDetails/8255619/fritz_frey_europa_zwischen_ost_und_west_3952346152.html"&gt;Wer zerstört die Volkswirtschaft und profitiert noch davon?&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2009/08/17/staat-6741195/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>wirtschaftskrise</category><category>herren</category><category>arbeitslose</category><category>sklaven</category><category>bankenkrise</category><category>gesellschaftskrise</category><category>finanzkrise</category><category>kmu</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2009/08/17/staat-6741195/#comments</comments></item><item><title>Pecunia non olet - Geld stinkt nicht</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/pecunia-non-olet-geld-stinkt-4865340/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-10-13:/2008/10/13/pecunia-non-olet-geld-stinkt-4865340/</guid><pubDate>Mon, 13 Oct 2008 17:38:34 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;Warum wagt es der gewöhnliche Bürger nicht, sich Gedanken über das Geld zu machen?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/pecunia-non-olet-geld-stinkt-4865340/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>geld-horten-und-geld-befreien</category><category>zins-und-kreditwesen</category><category>schulden-und-hypotheken</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/pecunia-non-olet-geld-stinkt-4865340/#comments</comments></item><item><title>Die Geschichte des Geldes. Entstehung des gegenwärtigen Finanzsystems</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/geschichte-geldes-entstehung-gegenwaertigen-finanzsystems-4865323/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-10-13:/2008/10/13/geschichte-geldes-entstehung-gegenwaertigen-finanzsystems-4865323/</guid><pubDate>Mon, 13 Oct 2008 17:34:44 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;Fabian hat eine Idee&lt;/p&gt;
	



&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/geschichte-geldes-entstehung-gegenwaertigen-finanzsystems-4865323/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>geld-als-rechtsmittel</category><category>tauschhandel</category><category>geld-als-tauschmittel</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/geschichte-geldes-entstehung-gegenwaertigen-finanzsystems-4865323/#comments</comments></item><item><title>Alban, der Uhrmacher</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/alban-uhrmacher-4865317/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-10-13:/2008/10/13/alban-uhrmacher-4865317/</guid><pubDate>Mon, 13 Oct 2008 17:32:08 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;Der freie Handel&lt;/p&gt;
	



&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/alban-uhrmacher-4865317/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>zins-und-kreditwesen</category><category>schulden-und-hypotheken</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/alban-uhrmacher-4865317/#comments</comments></item><item><title>Kredite und Buchgeld statt Münzen in Gold</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/kredite-buchgeld-statt-muenzen-gold-4865312/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-10-13:/2008/10/13/kredite-buchgeld-statt-muenzen-gold-4865312/</guid><pubDate>Mon, 13 Oct 2008 17:29:30 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;Wie man etwas weggibt und es dennoch behalten kann: Der Geldverleih&lt;/p&gt;
	



"&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/kredite-buchgeld-statt-muenzen-gold-4865312/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>geldschopfung-aus-dem-nichts</category><category>wie-aus-schulden-geld-entsteht</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/kredite-buchgeld-statt-muenzen-gold-4865312/#comments</comments></item><item><title>Der Reichtum der Banken und der Banker</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/reichtum-banken-banker-4865296/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-10-13:/2008/10/13/reichtum-banken-banker-4865296/</guid><pubDate>Mon, 13 Oct 2008 17:24:50 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;Sozialleistungen für die Banken?&lt;/p&gt;
	



"&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/reichtum-banken-banker-4865296/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>wie-aus-schulden-geld-entsteht</category><category>geldschopfung-aus-dem-nichts</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/reichtum-banken-banker-4865296/#comments</comments></item><item><title>Warum denkt niemand über das Geld nach?</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/denkt-niemand-geld-4865287/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-10-13:/2008/10/13/denkt-niemand-geld-4865287/</guid><pubDate>Mon, 13 Oct 2008 17:22:36 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;Was sind Mindestreserven der Banken?&lt;/p&gt;
	



&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/denkt-niemand-geld-4865287/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>armut</category><category>sozialsteuern</category><category>sozialprogramme</category><category>nachbarschaftshilfe</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/denkt-niemand-geld-4865287/#comments</comments></item><item><title>Geld und Gier als Grund aller Kriege</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/geld-gier-grund-kriege-4865272/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-10-13:/2008/10/13/geld-gier-grund-kriege-4865272/</guid><pubDate>Mon, 13 Oct 2008 17:19:44 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;Ausbeutung der anderen Länder nach dem Sieg&lt;/p&gt;
	



"&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/geld-gier-grund-kriege-4865272/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>gier-und-macht</category><category>krieg-und-ausbeutung</category><category>gier-nach-macht</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/geld-gier-grund-kriege-4865272/#comments</comments></item><item><title>Parteien sind nicht mehr zeitgemäss</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/alban-uhrmacher-4865206/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-10-13:/2008/10/13/alban-uhrmacher-4865206/</guid><pubDate>Mon, 13 Oct 2008 17:07:04 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;Kreditkarten als Schuldenfalle&lt;/p&gt;
	



"&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/alban-uhrmacher-4865206/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>schuldenwirtschaft</category><category>kreditnahme</category><category>schuldbrief</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/alban-uhrmacher-4865206/#comments</comments></item><item><title>Fabian, Gib mir die Welt plus fünf Prozent</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/geschichte-geldes-4865149/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-10-13:/2008/10/13/geschichte-geldes-4865149/</guid><pubDate>Mon, 13 Oct 2008 16:57:22 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;Kann man Geld essen?&lt;/p&gt;
	



"&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/geschichte-geldes-4865149/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>geldwirtschaft</category><category>naturalwirtschaft</category><category>m%C3%BCnzsystem</category><category>geldsystem</category><category>finanzsystem</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/10/13/geschichte-geldes-4865149/#comments</comments></item><item><title>Ostpreussen heute</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/07/04/ostpreussen-heute-4403380/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-07-04:/2008/07/04/ostpreussen-heute-4403380/</guid><pubDate>Fri, 04 Jul 2008 14:34:42 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;Die Schönheit der Landschaft in diesem Teile Mitteleuropas rührt nicht nur an unser Herz, sie wirkt auch inspirierend auf Seele und Geist. Das zeigen uns die hervorragenden Philosophen, Dichter und Musiker, welche im Zusammenleben mit dieser Landschaft ihre Werke schufen. Für die Gegenwart und Zukunft unseres Kontinents tut sich die Hoffnung auf, dass der durch tragische historische Entwicklungen lange verschüttete Quell geistigen Reichtums sich wiederum für Europa öffnen kann.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Im Buch Ostpreussen heute ist die Schönheit und Herzenswärme dieser Gegenden in liebevoller Weise dargestellt.&lt;br&gt;
&lt;a href="http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7483137/sylvia_wenig_karasch_mike_loesche_ostpreussen_heute_3837060926.html"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ostpreussen heute (Sylvia Wenig-Karasch, Mike Lösche)&lt;br&gt;
ISBN: 3837060926&lt;br&gt;
EAN: 9783837060928&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/07/04/ostpreussen-heute-4403380/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>europa-zwischen-ost-und-west</category><category>demokratie</category><category>hegemonie</category><category>globalisierung</category><category>ostpreussen-heute</category><category>gleichgewicht</category><category>ausgleich</category><category>europa</category><category>interessen-in-vorderasien</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/07/04/ostpreussen-heute-4403380/#comments</comments></item><item><title>Der Mensch zwischen altem und neuem Europa</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/06/23/der-mensch-zwischen-altem-und-neuem-euro-4350177/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-06-23:/2008/06/23/der-mensch-zwischen-altem-und-neuem-euro-4350177/</guid><pubDate>Mon, 23 Jun 2008 07:08:08 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Pressetext:&lt;/strong&gt; BoD B o o k s o n D e m a n d&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Europa ist im Gespräch- und das nicht erst seit Donald Rumsfeld 2003 mit seinen Aussagen zum alten Europa die Staatengemeinschaft in Unterstützer und Gegner des Irakkrieges zu spalten suchte. An diesem Punkt setzt &lt;strong&gt;Fritz Frey&lt;/strong&gt; in seinem Buch &lt;strong&gt;'Europa zwischen Ost und West' (BoD Norderstedt)&lt;/strong&gt; an. Kritisch hinterfragt er, was das 'alte Europa' sein soll, was es heute im Zuge der Globalisierung und hegemonialer Bestrebungen der Weltmacht USA darstellt und welche Rolle es in der - geeinten - Zukunft spielt! Im Mittelpunkt seiner innovativen Analyse stehen Mensch und kulturelle Vielfalt: Werden Individuen und historische Völkergemeinschaften tatsächlich im Prozess des Zusammenwachsens respektiert; was sind Grundlagen eines gesunden sozialen Zusammenlebens und unter welchen Bedingungen kann innerstaatliches, wirtschaftliches Wohlergehen bestehen? Mit diesen hoch spannenden Ausführungen wird nicht nur die aktuelle Brüsseler Politik durchleuchtet, auch Freude am Europagedanken wird wach!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wer in die Zukunft denken will, muss erst die Vergangenheit verstehen. Mit diesem Ansatz macht sich der Autor auf eine faszinierende Reise durch die letzten Jahrhunderte bis zum Beginn Europas- so werden modernes (und postmodernes) Bewusstsein in Bezug auf Egoismus und Individualismus sowie Nationalismus und Nationalität erst richtig verständlich! Kompetent durchforscht Fritz Frey hegemonial agierende Reiche wie das römische oder napoleonische auf ihre Kernaspekte und veranschaulicht Zusammenhänge der Staatenentwicklung in Bezug auf Ökonomie und Kultur. Wie entsteht letztere und wie wirkt sie auf die politische Klasse? Unter Einbezug soziologischer und anthropologischer Erkenntnisse werden gesellschaftliche Evolution und individuelle Emanzipation anhand des alten theokratischen Griechenlands und des kaiserlichen Roms dargestellt. Wie wirken Zerfall des Römischen Reiches, Bildung der Nationalstaaten, Weltkriege und EU-Aufbau auf die Menschen? Hier wird ein hoch interessanter Bogen gespannt von der Antike bis heute, der keine Fragen offen lässt! Oder doch? Dann sollten Sie weiterlesen, denn auch die gegenwärtigen politischen und wirtschaftlichen Strukturen sowie ihre Wirkungen auf das menschliche Wohlergehen werden detailreich und mit grossem Engagement für wahre Individualität versus einsam machenden Egoismus geschildert. &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wir müssen verstehen, dass nur soziale Kräfte das Verantwortungsgefühl der Bürger und Bürgerinnen wecken und sie auf ein harmonisches Europa einstimmen. Das vorliegende Buch ist dafür ein wichtiger Beitrag, der nicht nur in Privathände gehört!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7387488/fritz_frey_europa_zwischen_ost_und_west_3837029182.html"&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Fritz Frey: Europa zwischen West und Ost. Individualität und Egoismus im alten und im neuen Europa. Books on Demand. Norderstedt 2008. ISBN 978-3-8370-2918-5.&lt;/strong&gt;&lt;/a&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/06/23/der-mensch-zwischen-altem-und-neuem-euro-4350177/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>hegemonie</category><category>interessen-in-vorderasien</category><category>ausgleich</category><category>globalisierung</category><category>europa</category><category>gleichgewicht</category><category>demokratie</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/06/23/der-mensch-zwischen-altem-und-neuem-euro-4350177/#comments</comments></item><item><title>Europa zwischen Integration und Nationalismus</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/06/11/europa-zwischen-integration-und-national-4300512/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-06-11:/2008/06/11/europa-zwischen-integration-und-national-4300512/</guid><pubDate>Wed, 11 Jun 2008 09:10:13 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;Individualität und Egoismus, Nationalität und Nationalismus&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Europa zwischen Ost und West. Individualität und Egoismus im alten und im neuen Europa(pressebox) Basel, 07.06.2008 - Die Entwicklung des Individuums und seine Emanzipation aus dem Kollektiv stellen die Hauptherausforderung der modernen Zeit dar. Wie kann ein staatlich-nationales Gebilde dieser Entwicklung gerecht werden? Wie können die Nationen den Nationalismus überwinden, ohne ihre Identität zu verlieren? Das sind die künftigen Herausforderungen, die an Europa gestellt werden. Wege dazu sind im Buch 'Europa zwischen Ost und West. Individualität und Egoismus im alten und im neuen Europa.' (Autor: Fritz Frey) spannend entwickelt. Die Zukunft Europas kann nur eine Gemeinschaft sein, die aus der Freiheit der Nationen und der Individuen gewollt ist.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Europa kann nur verstanden werden, wenn seine Entwicklung unter den Gesichtspunkten der Emanzipation des Menschen und der Völker als Nationalitäten betrachtet wird. Das Buch 'Europa zwischen Ost und West. Individualität und Egoismus im alten und im neuen Europa.' zeigt, wie der Egoismus als Durchgangspunkt zur freien Individualität, die aus eigenen Intensionen, eben frei, den Weg zur Gemeinschaft sucht, absolut notwendig ist. Er kann erst durch den freien Willen zur Gemeinschaftsbildung überwunden werden.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ebenso verhält es sich mit dem Nationalismus der Völker Europas. Der Nationalismus als notwendige Erscheinung des 19. Jahrhunderts muss von der Nation aus freiem Willen zu einer europäischen Gemeinschaft überwunden werden, wenn es nicht zu Katastrophen wie jenen von 1914 - 1945 oder im Balkan kommen soll. Dies beinhaltet aber nicht die Auflösung der Nationen oder der Nationalitäten. Im Gegenteil: Erst durch die Vielfalt der Kulturen in Europa, die sich in den Nationalitäten, eben nicht in den Nationalismen, widerspiegelt, kann sich die wahre Kraft Europas entwickeln. Wie das Individuum nur durch die Überwindung des Egoismus eine wirkliche Individualität werden kann, so kann die Nation nur durch Überwindung des Nationalismus zu einer Nationalität werden, die aus der Freiheit der kulturellen Entwicklung eines Volkes heraus, den Beitrag aus seiner Eigenart zu einer Gemeinschaft der Völker Europas leisten will. Durch eine solche Entwicklung kann sich eine blühende Ökonomie, die auf freier Solidarität gründet, entwickeln. Einer Solidarität, die aus Freiheit gewollt und kein erzwungener Funktionärs-Sozialismus ist.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Europa als Union der Völker (Wir sind das Volk!), die sich aus freiem Willen (nicht aufgrund von Absprachen zwischen an Interessen gebundenen Parlamentariern) zu einer föderalistischen Union zusammenschließen, ist das Ziel. Ein zentralistisches Europa der Funktionäre, entspricht nicht dem Charakter Europas. Ein solches Europa hat keine Zukunft und kann nur ins Chaos führen, das von einem strengen, zentralistischen Überwachungsstaat geordnet werden muss. Ein föderalistisches Europa, im freien Zusammenwirken der Nationen, das unabhängig von jeglicher Hegemonialmacht seinen autonomen Weg findet, kann dieses Chaos verhindern. Das Buch zeigt Wege auf, die dem wahren Wesen Europas entsprechen und verhindern, dass Zustände, wie sie vor dem 2. Weltkrieg und später im Balkan herrschten und z.T. noch herrschen, erneutes Unglück über Europa bringen.&lt;br&gt;
Ein lesenswertes Buch mit wirklich neuen Ideen, die in die Zukunft führen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7387488/fritz_frey_europa_zwischen_ost_und_west_3837029182.html"&gt;http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7387488/fritz_frey_europa_zwischen_ost_und_west_3837029182.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/06/11/europa-zwischen-integration-und-national-4300512/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>hegemonie</category><category>europa</category><category>interessen-in-vorderasien</category><category>globalisierung</category><category>ausgleich</category><category>gleichgewicht</category><category>demokratie</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/06/11/europa-zwischen-integration-und-national-4300512/#comments</comments></item><item><title>Einflussnahme der US-Verwaltung und der CIA auf die unabhängige und neutrale Schweiz?</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/05/31/einflussnahme-der-us-verwaltung-und-der--4250788/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-05-31:/2008/05/31/einflussnahme-der-us-verwaltung-und-der--4250788/</guid><pubDate>Sat, 31 May 2008 13:22:40 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;Jeder wache Schweizerbürger muss sich fragen, was sich hinter den Kulissen abspielt. Seit wie lange wird die Schweizer Öffentlichkeit in Bezug auf Neutralität und Unabhängigkeit an der Nase herumgeführt? Wie sieht die Zukunft der Schweiz und Europas aus, wenn diese Einflussnahme dahin führt, dass Europa und die Schweiz zu einem angloamerikanischen Anhängsel werden?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Hintergründige Betrachtungen sind im Buch&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Europa zwischen Ost und West. Individualität und Egoismus im alten und im neuen Europa.&lt;/strong&gt; (Autor: Fritz Frey) in spannender Weise beschrieben.Siehe: &lt;a href="http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7387488/fritz_frey_europa_zwischen_ost_und_west_3837029182.html"&gt;http://www.libri.de/shop/action/productDetails/7387488/fritz_frey_europa_zwischen_ost_und_west_3837029182.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Siehe Rezension auf: &lt;a href="http://openpr.de/news/210459/Europa-zwischen-Ost-und-West.html"&gt;http://openpr.de/news/210459/Europa-zwischen-Ost-und-West.html&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ist es noch berechtig zu sagen: Wehret den Anfängen! Oder ist es schon zu spät, die Unabhängigkeit der Schweiz und jene von Europa zu gewährleisten?&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://pod.drs.ch/mp3/tagesgespraech/tagesgespraech_200805301400.mp3"&gt;HintergrundberchtSchweizer Radio DRS1&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es sei jedem Zuschauer unbenommen, sich sein eigenes Urteil über den Justizminister a.D. zu bilden. Wer ein wenig Kommunikations- und Menschenkenntnis hat, weiss nach diesem Interview ziemlich genau, dass diese Sache von ungeheurer politischer Brisanz ist:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.teleblocher.ch/_inc/movie/Blocherprinzip_31_05_08_High.wmv"&gt;http://www.teleblocher.ch/_inc/movie/Blocherprinzip_31_05_08_High.wmv&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Wie brisant die Angelegenheit für die Schweiz und Europa ist, zeigt folgendes Video. Die Bezüge zum Buch 'Europa zwischen Ost und West. Individualität und Egoismus im alten und im neuen Europa' sind verblüffend.&lt;/p&gt;
	





&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/05/31/einflussnahme-der-us-verwaltung-und-der--4250788/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>interessen-in-vorderasien</category><category>hegemonie</category><category>europa</category><category>ausgleich</category><category>gleichgewicht</category><category>globalisierung</category><category>demokratie</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/05/31/einflussnahme-der-us-verwaltung-und-der--4250788/#comments</comments></item><item><title>Atomschmuggel und Schweizer Behörden</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/05/31/atomschmuggel-und-schweizer-behorden-4250726/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-05-31:/2008/05/31/atomschmuggel-und-schweizer-behorden-4250726/</guid><pubDate>Sat, 31 May 2008 13:02:48 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;In der Sendung 10 vor 10 des Schweizer Fernsehens wurden überraschende Neuigkeiten zur Thematik der Einflussnahme der US-Verwaltung und der CIA auf die Politik der Schweiz verbreitet. Video vom Freitag, den 30.05.2008:&lt;/p&gt;
	





	&lt;p&gt;Gefälschte Pläne zum Bau von Atombomben durch Schweizer Ingenieure in den Iran unter den Augen der CIA und ebenso High-Tech zur Anreicherung von Uran. Das ergäbe wiederum den gesuchten Vorwand zum präventiven Einmarsch in den Iran, wie das schon im Irak der Fall war ...&lt;/p&gt;
	





"&gt;
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/05/31/atomschmuggel-und-schweizer-behorden-4250726/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>schweiz-und-usa</category><category>angloamerikanisches-anh%C3%A4ngsel-europa</category><category>svp-und-unabh%C3%A4ngigkeit-der-schweiz</category><category>br-blocher-als-manipulierbarer-justizminister</category><category>atomschmuggel</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/05/31/atomschmuggel-und-schweizer-behorden-4250726/#comments</comments></item><item><title>Demokratie oder Demokratismus in der Schweiz</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/05/17/demokratie-oder-demokratismus-in-der-sch-4187149/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-05-17:/2008/05/17/demokratie-oder-demokratismus-in-der-sch-4187149/</guid><pubDate>Sat, 17 May 2008 20:12:55 +0200</pubDate><description>	&lt;p&gt;Artikel aus der Basler-Zeitung vom 17.05.2008&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;NIKLAUS RAMSEYER, Bern&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Auf Druck der US-Regierung und des damaligen Justizministers Blocher ließ der Bundesrat Ende 2007 aus einem laufenden Strafverfahren 100 volle Aktenordner entfernen und vernich¬ten. Die Aktion war ebenso fragwürdig wie nutz¬los: In Kopien ist das Dossier weiterhin da.&lt;/strong&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;«Der Fall Tinner ist mir sehr wohl bekannt», antwortet die neue Schweizer Justiz- und Polizei¬ministerin, SVP-Bundesrätin Eveline Widmer¬-Schlumpf, auf Nachfrage der baz: «Wir sind an der Sache dran, aber weil das Verfahren läuft, werden wir erst zu gegebener Zeit und Gelegenheit darü¬ber informieren.»&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;VON GPDEL BIS CIA.&lt;/strong&gt; Widmer-Schlumpfs besorgte Miene zeigt dabei, welch übles Erbe sie mit diesem «Fall» von ihrem Vorgänger Christoph Blocher (SVP) hat übernehmen müssen. Denn: An «der Sa¬che» sind seit Jahren noch viele andere «dran». Die eidgenössischen Strafver¬folgungs¬behörden in ers¬ter Linie, die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika (USA) und deren Geheimdienst Central Intelligence Agency (CIA) - aber auch der Gesamt¬bundesrat und neuerdings die Geschäfts¬prüfungs¬delegation (GPDeI) der Eidgenössischen Räte.&lt;br&gt;
Dieses Gremium, das sich aus je drei Mitglie¬dern beider Räte zusammensetzt und «die Tätig¬keit im Bereich des Staatsschutzes und des Nach¬richtendienstes überwachen» muss, will jetzt vor allem eines wissen: Warum hat der Bundesrat im letzten Dezember aus dem laufen¬den Verfahren im «Fall Tinner» bei der Bundesanwaltschaft mehr als die Hälfte der seit Jahren angesammelten Akten und Dossiers abholen und vernichten lassen? Die GPDeI soll den Bundesanwalt Erwin Beyeler schon befragt haben. Beyeler selber lässt ausrichten: «Dazu dürfen wir nichts sagen.» Auch die sechs Kommissionsmitglieder hüllen sich in Schweigen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Der Fall Tinner.&lt;/strong&gt; Der zustandige eidgenössische Untersuchungsrichter Andreas Müller, der das Ver¬fahren mitsamt dem halb abgetragenen Aktenberg im vergangenen Februar - nach der bundesrätli¬chen Ordner-Vernichtungsaktion - hat überneh¬men müssen, bestätigt indes die «offensichtlichen Löcher» in den Tinner-Unterlagen: «Die Liste der Akten in diesem Fall stimmt nicht mit den tatsäch¬lich vorhandenen Dossiers überein.» Sonst will Müller den Vorfall nicht kommentieren: «Diese Un¬tersuchung geht weiter», versichert, er aber. Aus anderer Quelle ist indes zu vernehmen, von ur¬sprünglich fast 200 vollen Bundesordnern seien in dem Verfahren jetzt nur noch 93 vorhanden.&lt;br&gt;
Der «Fall Tinner» begann für die Schweizer Bundesanwaltschaft am 20. Februar 2004 - also vor über vier Jahren. Damals entdeckten Berns Fahnder im Internet eine Meldung der Polizei Ma¬laysias, wonach in dem südostasiatischen Land ein Fall von illegaler Produktion und Handel mit Präzi¬sions-Technologie aufgeflogen sei, die auch zur Herstellung von atombombenfähigem Material verwendet werden könne. In die Sache verwickelt sei mitunter der Schweizer Urs Tinner. Er habe in Malaysia eine Fabrik für Ultrazentrifugen geleitet.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Festnahme in Deutschland.&lt;/strong&gt; Die Schweizer be¬gannen zu ermitteln. Und Anfang Oktober 2004 wurde der heute 43 jährige Urs Tinner zusammen mit seinem Vater Friedrich und seinem Bruder Marco von den deutschen Behörden festgenom¬men, die auch an dieser Sache «dran» waren. Am 30. Mai 2005 wurden die Tinners an die Schweiz ausgeliefert. Sie bestreiten bis heute, den wahren Bestimmungsort und den Verwendungszweck der Hochtechnologie gekannt zu haben.&lt;br&gt;
Bestimmt waren die Zentrifugen - via Dubai - für Libyen. Das nordafrikanische Land stand da¬mals noch unter einem Atomtechnologie-Bann der UNO. Organisator der illegalen Atom-Proliferation war der «Vater der irakischen Atombombe», Abdul Quadir Khan. Alle drei Tinners sind Ingenieure, und alle drei stehen im Verdacht, seit mehr als zehn Jahren für gutes Geld (gemäß Bundesgericht «ca. Fr. 20 Millionen») dem pakistanischen Atom¬schmuggler Khan bei seinen illegalen Geschäften zugedient zu haben. Heute lässt Libyen internationale Atomkontrolleure ins Land und kauft Atom¬technologie offiziell in Frankreich ein. Der «mitangeschuldigte» Vater, Friedrich Tinner, ist inzwi¬schen wieder auf freiem Fuß. Die beiden Tinner¬brüder Marco und Urs hingegen sitzen nunmehr seit gut dreieinhalb Jahren in Zürich in U-Haft.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Millionenkoffer von der CIA.&lt;/strong&gt; So lange läuft euch die Strafuntersuchung gegen das Trio, das ur¬sprünglich aus dem St. Galler Rheintal stammt. Da¬bei merkten die Bundesermittler schnell, dass die Tinners ihre Ingenieur-Kompetenz nicht nur für gutes Geld dem Pakistaner Khan angeboten haben dürften, sondern ihre Informationen - mitsamt ih¬rem Auftraggeber Khan - den US-Geheimdiensten regelrecht «verkauft» haben.&lt;br&gt;
Seit wann genau die Tinners im Dienste der CIA standen, ist nicht klar. Der «Sonntagszeitung» liegt aber ein Dokument vor, das zeigt, wie die CIA¬ Agenten James W. Kinsman und Sean D. Mahaffey im 21. Juni 2003 in Jenins (GR) ein «Agreement» (Übereinkunft) mit Marco Tinner unterschrieben haben, das die Informations-Zusammenarbeit der Tinners mit den US-Regierungsstellen regelt. Die Amerikaner schoben den Schweizern dabei «up front» schon mal einen Koffer mit einer Million Dollar als «Gebühr» rüber. Sie sollen ihnen auch Schutz vor Strafverfolgung zugesichert haben.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Schweres Verbrechen.&lt;/strong&gt; Im Rechtsstaat Schweiz mit seiner unabhängigen Justiz sollte das den Tinners eigentlich wenig nützen: Weil ihnen «Widerhandlung gegen die eidgenössische Güter¬kontroll- und Kriegsmaterialgesetzgebung in ei¬nem schwerwiegenden Fall zur Last gelegt» werde, wies das Bundesgericht am vergangenen 9. Oktober ihr «Haftentlassungsgesuch» denn auch ab. Die mutmaßlichen Taten der Tinners stufte Lausanne damals «als schweres Verbrechen» ein. Da drohten «Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahren».&lt;br&gt;
Doch die Amerikaner hatten politisch vorge¬sorgt: Am 26. und 27. Juli 2007 hatten sie den da¬maligen Schweizer Justiz- und Polizeiminister Christoph Blocher (SVP) nach Washington einge¬laden. Er traf sich dort mit dem FBI-Direktor Ro¬bert Mueller, mit Geheimdienstkoordinator Mike McConnoll, dem US-Minister für innere Sicherheit, Michael Chertoff, und mit dem US-Justizminister Alberto Gonzales. Mit ihm soll Blocher «unter vier Augen» den Fall Tinner besprochen haben.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Streng geheime Bundesratssitzung.&lt;/strong&gt; Und sie¬he da: Kaum hatte das Bundesgericht gegen die Freilassung der Tinners entschieden, geschah im Bundesrat Sonderbares. An der Sitzung der Lan¬desregierung vom 14. November 2007 mussten die Bundeskanzlerin und die Vizekanzler auf Antrag Blochers das Zimmer verlassen. Zur Sprache kam danach gemäß Recherchen der Freiburger Zeitung «La Liberté» der «Fall Tinner». Das steht aber auf keiner Traktandenliste und in keinem Protokoll: die Protokollführer waren ja draußen vor der Tür.&lt;br&gt;
Fest steht dennoch: Eine Mehrheit der Landesregierung erlaubte Blocher damals die Schaffung einer streng geheimen Arbeitsgruppe unter Leit¬ung seines Direktors des Bundesamtes für Justiz, Michael Leupold. Der hatte seinen Chef im Juli schon nach Washington begleitet. Leupolds «Grup¬pe Reißwolf», wie sie mitunter in den Gängen des Departements sarkastisch genannt wird, stellte ei¬nen «Kriterienkatalog» zusammen. Und nach die¬sem mussten sämtliche Dokumente aus der Akte Dinner entfernt und vernichtet werden, die Hinweise auf eine Verwicklung der US-Regierung und der CIA in diesen Fall enthielten: Insgesamt fütter¬te die Gruppe rund 100 volle Ordner - gut die Hälf¬te des Tinner-Dossiers - in den Aktenvernichter.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Ein Schlag ins Wasser.&lt;/strong&gt; Und damit nicht genug: Damit die Strafverfolgungsbehörden für die Wei¬terführung des Verfahrens nicht auf ihre Quellen zurückgreifen konnten, ließ Blocher den Direktor des Strategischen Nachrichtendienstes (SND), Hans Wegmüller, aus dem VBS in sein Departe¬ment zitieren: Dem Chef-Agenten wurde ultimativ befohlen, sein Dienst, der in der Sache Tinner gut gearbeitet und viele Beweise zuhanden der Bun¬lesanwaltschaft zusammengetragen hatte, müsse auch dieses gesamte Material restlos vernichten.&lt;br&gt;
Und dennoch: Der bundesrätliche Übergriff auf das Verfahren gegen die Atomtech-Schieber und US-Agenten könnte sich als Schlag ins Wasser erweisen. Die meisten vernichteten Dokumente sind aus verschiedenen Nebenverfahren in dem Fall als Kopien nämlich noch vorhanden. Sie kön¬nen von den unabhängigen Untersuchungsrichtern neu angefordert und zusammen gestellt werden: Sei es vom Bundesstrafgericht in Bellinzona, vom Bundesgericht - oder aber von den deutschen und 15 weiteren ausländischen Untersuchungsbehör¬den, mit denen die Bundesanwalt¬schaft in diesem Fall per Rechtshilfe eng zusammen¬arbeitet.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Granit.&lt;/strong&gt; Bei diesen Gerichtsbehörden jedoch beißen die Geheimdienste und ihre vorgeschobenen Politiker auf Granit: «Wir verteidigen die rechts¬staatliche Gewaltentrennung», versichert ein Bun¬desrichter: «Der Bundesrat kann uns noch zwanzig Leupolds vorbeischicken - wir geben denen nie¬mals Akten aus laufenden Verfahren heraus!»&lt;br&gt;
Pflicht grob verletzt.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kommentar des baz- Redaktors&lt;br&gt;
NIKLAUS RAMSEYER&lt;/strong&gt; Die «Wahrung der äußeren Sicherheit, der Unabhängigkeit und der Neutralität der Schweiz» ist gemäß Bundesverfassung ein zentraler Auftrag und Pflicht des Bundesrates. Im Fall Tinner jedoch hat unsere Landesregierung im ver¬gangenen November diese Pflicht gröblich verletzt: Auf Geheiß einer fremden Macht, die sich kaum je um die Souveränität kleiner Län¬der schert, hat der Bundesrat versucht, ein Schweizer Gerichtsverfahren gegen dubiose Agenten zu hintertreiben, die «schwerer Ver¬brechen» verdächtigt werden. Dass er dabei die Gewaltentrennung klar missachtet hat, macht die Sache umso schlimmer. Gerechtfer¬tigt hat der Bundesrat seinen Kniefall vor der US-Regierung offenbar mit dem schwammi¬gen Artikel 184 der Verfassung, der ihm «Ver¬fügungen» erlaubt, «wenn die Wahrung der Interessen des Landes es erfordert». Das ist Unfug: Im Fall Tinner hat der Bundesrat die Interessen der Schweiz nicht «gewahrt», son¬dern diese gefährdet. Wenn es sich nämlich herumspricht, dass in Bern Duckmäuser regieren, die sich vor den Karren von Großmächten spannen lassen, kommen bald auch andere auf den Geschmack. Dass Christoph Blocher, der Verfechter der Neutralität und Unabhängigkeit, dabei eine zentrale Rolle spielte, ist peinlich. Und es steht zu hoffen, der neue Bundesrat zeige in Sachen Unabhängig¬keit nun mehr Rückgrat.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;&lt;a href="mailto:nrbaz.bern@bluewin.ch"&gt;nrbaz.bern@bluewin.ch&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/05/17/demokratie-oder-demokratismus-in-der-sch-4187149/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>demokratie</category><category>demokratismus</category><category>demokratie-und-demokratismus</category><category>altbundesrat</category><category>blocher</category><category>schweiz-und-eu</category><category>schweiz</category><category>schweiz-und-usa</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/05/17/demokratie-oder-demokratismus-in-der-sch-4187149/#comments</comments></item><item><title>Das Individuum und sein Doppelgänger</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/02/18/das_individuum_und_sein_doppelganger~3743943/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-02-18:/2008/02/18/das_individuum_und_sein_doppelganger~3743943/</guid><pubDate>Mon, 18 Feb 2008 11:17:32 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;Die trieb- und begierdehafte Instinktnatur des Menschen beinhaltet grundsätzlich die Tiernatur, die vorerst durch die Sozialisierung aufgrund von Konventionen gebändigt wird. Bestünde der Mensch nur aus dieser Tiernatur, wäre er deren Gefangener. Das Menschenbild der postmodernen Gesellschaft erschöpft sich in der Anschauung, dass der Mensch in sich die Triebkraft dieses ES (des Tierhaften) als Überlebenskraft empfindet, welche ihm auch die gesunde Energie in Form von gesunder Aggressivität zur Existenzerhaltung im gesellschaftlichen System liefert. Das Überich, als die Tiernatur bändigende Norm des Gesellschaftlichen, tritt in Wechselwirkung mit diesem Tierischen. Dieses bildet sich vorerst in Verhältnis des Individuums zu seinen Eltern und später im Verhältnis zum gesellschaftlichen Umfeld (Verhaltensnormen, staatliche Gesetzgebung und religiöse Weltanschauung) aus. Aus dieser Wechselwirkung, so sagt die Soziologie heute, kristallisiert sich durch Regelkreise als Produkt des Zufalls die Illusion des Ichbewusstseins und des Gewissens heraus. Diese Theorie hat so lange eine Gültigkeit, als nicht hinterfragt wird, woher die konventionellen Normen stammen. Hier die Anschauung zu vertreten, dass sie aus der Erfahrung der zum Überleben günstigsten Verhaltensweisen auf zufällige Weise entstanden sind, ist üblich und normativ-ontisch zulässig.&lt;br&gt;
Ein tieferes Nachdenken führt aber zu folgender Überlegung: Wie kann aus ‚unmoralischem’ Verhalten der Tiernatur das ‚moralische’ Verhalten der Menschennatur entstehen und wie ist es möglich, dass die Tiernatur dieses moralische Verhalten immer wieder durchbrechen kann? Muss es nicht vielmehr so sein, dass den real existierenden Kräften von Instinkt, Trieb und Begierde ebenso reale Kräfte gegenüberstehen, die das Triebwesen des Menschen gestalten, bilden und formen. Aus der Unternatur des Menschen dessen Übernatur zu konstruieren und als Produkt dieses Wechselspiels zu bezeichnen ist etwas gar einfach. Wie ist es möglich, dass Goethes Faust durch die Konfiguration seiner Gehirnwindungen und seiner Erbanlagen in Wechselwirkung mit der Umwelt auf zufällige Weise entstanden sein soll? Wie soll es weiter möglich sein, dass ausgerechnet Goethe in seinem Faust darauf hinweist, dass dem Triebwesen des Menschen, das seine Vorstellungswelt ins Unmenschliche verführt, eine Welt des Geistes gegenüber steht, in der die Kräfte der Liebe, der Güte und des Verzeihens wirksam sind. Wie soll, wie Goethe es selber tut, der Geist, der aus der Wechselwirkung der Materieteilchen entstehe,den untersinnlichen Kräften der Materiealso, sich selber widerlegen? Die Tatsache, dass den Normen entgegengedacht werden kann, widerlegt die neo-darwinistische Theorie von Freud, die heute überall Schule macht und den Menschen, als das was er in Wirklichkeit ist, verleugnet. Was ist der Mensch in Wirklichkeit? Er ist ein Wesen, das sich in der Gegensätzlichkeit von Kräften findet, die aus der Materie, in der Form des zerstörerisch wirkenden asozialen Egoismus auftauchen, und der Kräfte die diesem Triebhaft-Zerstörerischen in von Form von sozial aufbauenden Gestaltkräften entgegenwirken. In diesem Gegensatz bewegt sich die geistige Kraft des menschlichen Individuums. Durch seine Denkkraft, welche ihm das Wahrheitsgefühl für das wirkliche menschliche Sein ermöglicht, kann er die gegensätzlichen geistigen Realitäten, auf dem Feld seines Bewusstseins erscheinen lassen und erleben. Der mündige Mensch, der durch seinen Denkwillen diese Wirklichkeiten erkennt, kann aus der Erkenntnis dessen, was in der Situation als wirkliche Menschlichkeit zu verwirklichen ist, frei und menschengemäß handeln. Er ist dabei weder von den höheren noch von den niederen Geistrealitäten, noch von den sozialen Normen gefangen, sondern er entscheidet situationsgerecht nach dem von ihm im Augenblick und geistesgegenwärtig Erkannten darüber, was als wahrhaft menschliche Tat zu geschehen hat. Dort, wo diese Freiheit gefährdet ist, tritt unmenschliches Handeln auf. Wo er durch die geistigen Ideale (z.B. der Kirche) überformt wird, verliert er seine Freiheit als freies geistiges Individuum, das er als Denkwille ist und das er in seiner Leibesform abbildet, die er aus Freiheit in die Gemeinschaft der Menschen führt. Wo er durch seine tierischen Triebe in seinem Egoismus sozial zerstörerisch wirkt ist er ebenso unfrei. Durch die Erkenntnis der erzwungenen sozialen Kräfte und der egoistischen asozialen Kräfte wird der Mensch erst zum sozialen Wesen, das er nur aus Freiheit werden kann. Was ihn zwingt, ist nicht seinem Wesen angehörig. Das ihn Zwingende ist das Doppelgängerwesen, das er bei sich selber und bei den anderen Menschen erkennen muss, um wirklich sozial zu werden.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/02/18/das_individuum_und_sein_doppelganger~3743943/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>trieb</category><category>%C3%BCberich</category><category>begierde</category><category>aufbau-und-zerstorung</category><category>freiheit-und-zwang</category><category>es</category><category>ich</category><category>instinkt</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/02/18/das_individuum_und_sein_doppelganger~3743943/#comments</comments></item><item><title>Ken Wilber und die integrale Spiritualität</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/01/17/ken_wilber_und_die_integrale_spiritualit~3590325/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-01-17:/2008/01/17/ken_wilber_und_die_integrale_spiritualit~3590325/</guid><pubDate>Thu, 17 Jan 2008 12:36:08 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/document/hierarchien_und_holarchien/2282610" title="Hierarchien und Holarchien"&gt;&lt;img src="http://www.blog.de/srv/media/img/doc.gif" alt="Hierarchien und Holarchien" vspace="5" hspace="5"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Ken Wilber entwickelt eine integrale Spiritualität, indem er vorgibt, dass man sich darin im Geiste finde. In Wirklichkeit ist es nur die eigene Vorstellungswelt und subjektive Selbstempfindung, worin sich er und seine Anhänger einfühlen und sich in der Illusion einer Geistwirklichkeit wähnen. Dies ist eine schwere Selbsttäuschung. Der Zugang zum ichbewussten Geisterleben kann so nicht gefunden werden. Der Mensch der diesen Zugang finden will, muss sich schon bequemen, sich Gedanken darüber zu machen, wie Bewusstsein zustande kommt. Dies ist ehrliche Denkarbeit und selbstlose Welterkenntnis, die in der Erkenntnis und in dem &lt;em&gt;&lt;strong&gt;Empfinden des Denkwillens&lt;/strong&gt;&lt;/em&gt; den Zugang zu echtem Geisterleben ermöglichen, welches dann das Erleben geistiger Wesenhaftigkeit im Gegensatz zum Leben in schwülen Sentimentalitäten ermöglicht. Erst die Entwicklung des Wahrheitsgefühls in diesem Sinne ermöglicht den  Eintritt in wirkliche Spiritualität. Man unterschätze die Bedeutung dieses Zuganges nicht!&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Siehe vor allem: "Wut, Chaos und Zerstörung. Gesellschaft und Ichbewusstsein." Grin-Verlag München, 2007. Erhältlich in allen Buchhandlungen. (Libri, amazon, buch.de, bol.de usw.)
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/01/17/ken_wilber_und_die_integrale_spiritualit~3590325/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>spiritualit%C3%A4t-und-wissenschaft</category><category>kosmos-und-logos</category><category>hierarchien-und-holarchien</category><category>eros-und-erotik</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/01/17/ken_wilber_und_die_integrale_spiritualit~3590325/#comments</comments></item><item><title>Die Intelligenz des Bösen</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2008/01/16/die_intelligenz_des_bosen~3586073/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2008-01-16:/2008/01/16/die_intelligenz_des_bosen~3586073/</guid><pubDate>Wed, 16 Jan 2008 16:21:01 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;&lt;a href="http://www.blog.de/media/document/die_intelligenz_des_b/2280723" title="Die Intelligenz des Bösen"&gt;&lt;img src="http://www.blog.de/srv/media/img/doc.gif" alt="Die Intelligenz des Bösen" vspace="5" hspace="5"&gt;&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Warum sind die Essays von Jean Baudrillard so schwer zu verstehen oder wie viele, auch Fachleute, sagen, überhaupt unverständlich. Jean Baudrillard begibt sich zur Schwelle dessen, was mit dem Alltagsdenken, mit den Alltagsvorstellungen nicht denkbar und nicht fassbar ist. Es ist die Schwelle zu einer unserer Wahrnehmungswelt parallelen Welt, die laufend performativ (aus der Gesamtheit des Daseins hereinwirkend) in unsere subjektive Art zu sein hineinspielt. Es ist die Welt des uns Unter-, bzw. Überbewussten, die laufend in unser Denken, Fühlen und Wollen hineinwirkt und die die Welt des Kalküls durchbricht und unter- oder überläuft (...)Das Bedürfnis Baudrillards nach der Erkenntnis des vor allem komplexen und analytischen Denken &lt;strong&gt;&lt;em&gt;automatisch&lt;/em&gt;&lt;/strong&gt; auftretenden Kalküls zeigt seinen Willen zur Erkenntnis des Bösen, das er darin sieht, dass unsere automatisch ablaufenden Verstandesassoziationen unser Ich zur Illusion machen, weil sie uns fremdbestimmen. Auf die Spitze getrieben ist diese Art von Verstandesintelligenz in der künstlichen Intelligenz, die dadurch böse wird, dass sie unser eigenes Denken untergräbt. Den Assoziationen des Verstandes und den computergestützten Expertenprogrammen entgegenzudenken ist das Mittel gegen die Fremdbestimmung durch gesellschaftskonforme Normen und suggestive Ausbildungs-, Experten- und Werbeprogramme und damit zur Auffindung der Wirklichkeit des eigenen Ichs. Das aber erfordert die Bewusstwerdung des Denkwillens, der unser Bewusstsein schafft. Dies ist nicht möglich, ohne die diesem widerstrebenden Denknormen, die zwar durch den Denkwillen gebildet aber auch überwunden werden können. So sind die Denknormen, die den Konventionen und der Alltagsroutine zu Grunde liegen entwicklungshemmend und damit böse. Das ist aber ganz im Sinne von Mephisto in Goethes Faust aufzufassen: «Ich bin ein Teil von jener Kraft die stets das Böse will und stets das Gute schafft.»&lt;br&gt;
Böse in diesem Sinne sind die evolutionshemmenden Kräfte, die uns den Denkwillen nicht zu Bewusstsein kommen lassen wollen. Diese aber deswegen anzuprangern, wäre im Sinne Baudrillards gerade das Verkehrte, weil, nun in unserem Sinne, gerade diese Widersacherkräfte uns es ermöglichen, den Denkwillen besonders stark auszubilden.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Siehe besonders: "Die Informationslücke. Ist die Selbstbestimmung des Menschen eine Illusion?" Grin-Verlag München, 2006. (Erhältlich in allen Buchhandlungen. Online: Libri, amazon, buch.de, bol.de, thalia.de, usw.)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2008/01/16/die_intelligenz_des_bosen~3586073/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>religion-und-wissenschaft</category><category>wirklichkeit</category><category>spiegelwelten</category><category>illusion</category><category>genforschung</category><category>gehirnforschung</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2008/01/16/die_intelligenz_des_bosen~3586073/#comments</comments></item><item><title>Wir behaupten das Gegenteil</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2007/12/13/wir_behaupten_das_gegenteil~3437127/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2007-12-13:/2007/12/13/wir_behaupten_das_gegenteil~3437127/</guid><pubDate>Thu, 13 Dec 2007 11:57:51 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;&lt;span&gt;Die Frage, wie die automatisierten Abläufe der Assoziationen unseres Vorstellungslebens überwunden werden können, ist schwierig, aber reizvoll. Gedanklich ist das Problem eigentlich schon gelöst, wenn ich folgende Frage formuliert habe: Wie ist die Gegenwart zu verneinen? Die Frage ist, wie kommen wir durch das Überwinden der Vorstellung zur lebendigen Imagination. Zur Imagination als einem objektiven Wahrbild in einer Gesellschaft des Subjektiven, in der es keine Wahrheit gibt. Die Griechen kannten kein Wort für Wahrheit. Sie brauchten den Ausdruck &amp;sbquo;a lethia&amp;lsquo;, was so viel heisst, wie &amp;sbquo;nicht vergessen&amp;lsquo;, &amp;sbquo;erinnern&amp;lsquo;, für Plato und nicht nur für ihn, bedeutete dies &amp;sbquo;Geisterinnern&amp;lsquo; der lebendig schaffenden Ideenwelt. Da ist anzuknüpfen:&lt;/span&gt;&lt;span&gt;Wir behaupten das Gegenteil. Ich bin &amp;ndash; Ich bin nicht. Eigentlich sind wir da im Bereich der Verneinung des Gegenwärtigen. Die Verneinung des Gegenwärtigen ist die Verneinung des Anwesenden, dessen was anwest als Geist und Seele in der Leiblichkeit. Es ist also die Verneinung des Wesens im gegenwärtig Gewordenen des Leibes. Das Wesen ist das Geistige in der Erscheinung dessen, was gegenwärtig vor uns liegt. In der subjektivierenden und damit alles relativierenden Gesellschaft wird das Geistige in der Erscheinung verneint, indem behauptet wird, dass die Erscheinungen nur unsere Vorstellungen sind, die sich selber aufgrund der Rückkoppelungssysteme in unserem Organismus automatisch selbstorganisierend (autopoietisch&lt;/span&gt;&lt;span&gt;)&lt;/span&gt;&lt;span&gt; organisieren. Das ist ebenso Verneinung des Gegenwärtigen. Die Verneinung der Geistesgegenwart: Des Wesens im Anwesenden als Innerlichkeit des Menschenseins. Daher kommt die Abwesenheit des Desinteressierten. Dies geschieht durch die Geistesabwesenheit, das Desinteresse des Geistverlassenen.&lt;br&gt;
Damit kommt es zur Entgeisterung. Die Gesellschaft des Subjektivismus ist entgeistert. Die &lt;em&gt;Bejahung&lt;/em&gt; des Gegenwärtigen, des Anwesenden, des Geistigen, das in der Erscheinung anwest, des Wesens also, ist ihr Gegenteil, ist Begeisterung.&lt;br&gt;
Im &amp;sbquo;Ich bin&amp;lsquo; &lt;em&gt;der Wirklichkeit&lt;/em&gt; fühle ich Begeisterung. Im &amp;sbquo;Ich bin nicht&amp;lsquo; &lt;em&gt;der Vorstellung&lt;/em&gt; fühle ich Entgeisterung. Das ist Ohnmacht.&lt;br&gt;
&amp;sbquo;Ich bin&amp;lsquo; ist Leben, ist Identität mit dem Wesen im Anwesenden.&lt;br&gt;
&amp;sbquo;Ich bin nicht&amp;lsquo; ist Tod, Entgeisterung, Verlust des Wesens, das sich uns entzogen hat. Wir leben gegenwärtig in Vorstellungen, nicht in Wirklichkeiten sondern in subjektiven Illusionen. Deshalb sind wir entgeistert.&lt;br&gt;
Leben bedeutet &amp;sbquo;Geburt ins Diesseits&amp;lsquo;. Tod bedeutet &amp;sbquo;Geburt ins Jenseits&amp;lsquo;. Wenn ein Geist stirbt, wird er Mensch; stirbt ein Mensch, wird er Geist (Novalis).&lt;br&gt;
In jeder Idee erleben wir eine Geburt, im Verwirklichen der Idee führen wir diese in den Tod, in die feste Erscheinung. Erkennen wir die Idee in der Erscheinung wieder, dann erkennen wir ihr Wesen, wir sind begeistert, da es im Anwesenden west. Das Erkennen des Wesens ist Auferstehung in der Erkenntnis der lebendig sich wandelnden Idee.&lt;br&gt;
Wir erleben im Leben Tausende Geburten, Tausende Tode, ein stetes Auferstehen, weil wir sonst nicht leben könnten. Im Verneinen des Wesens, das ist in der Illusion, sind wir tot.&lt;/span&gt;&lt;span&gt;Geburt ist Weihnachten, Tod ist Karfreitag, Ostern ist Auferstehung. Das ist der Weg der Ideenverwirklichung und der Wesenserkenntnis im Erscheinenden. Das ist das Wesen der Kunst, die schafft, sich aus dem Geschaffenen entzieht und es dem Betrachtenden überlässt die Auferstehung zu erleben.&lt;/span&gt;&lt;span&gt;Wenn wir in unserer subjektivistischen Gesellschaft das Gegenteil der Gesinnung dieser Gesellschaft behaupten, dann sind wir in der Verneinung des gegenwärtig Gültigen. In der entgeisterten Gesellschaft hat diese Verneinung durch den Subjektivismus keine Berechtigung. Das müssen wir akzeptieren. Akzeptieren heisst aber nicht, dass wir es nicht trotzdem tun können. Nämlich das Gegenteil zu behaupten.&lt;/span&gt;&lt;span&gt;In unserer die Gegenwart des Geistes verneinenden Gesellschaft ist es nicht angebracht, das christliche Geheimnis von Geburt, Tod und Auferstehung konsumfeindlich zur Darstellung zu bringen. Man darf es nicht so darstellen. Dass dies so ist, ist auch ein Gegenwärtiges, das Gegenwärtige des Wesenlosen. Die Verneinung dieses Gegenwärtigen ist folglich die Bejahung des Wesens. Die Verneinung der Verneinung ist die Bejahung. Daraus entsteht Begeisterung durch Wesenserkenntnis. Wir sind begeistert, das Gegenteil zu behaupten und einen Weg dieser Verneinung darzustellen. Daraus ergibt sich die Frage: Wie stelle ich in der &amp;sbquo;Gesellschaft der Verneinung des Geistes-Gegenwärtigen&amp;lsquo; Geburt, Tod und Auferstehung dar?&lt;/span&gt;&lt;span&gt;Das &amp;sbquo;Ich bin&amp;lsquo; ist das Gegenteil, die Verneinung des &amp;sbquo;Ich bin nicht&amp;lsquo; und umgekehrt.&lt;br&gt;
Das Leben die Verneinung des Todes und umgekehrt.&lt;br&gt;
Das Lächeln überwindet das Weinen, es behauptet das Gegenteil.&lt;br&gt;
Die Freude die Trauer,&lt;br&gt;
Die Liebe den Hass.&lt;/span&gt;&lt;span&gt;Immer ist es auch umgekehrt.&lt;br&gt;
Die Verneinung der Verneinung der Geistesgegenwart im Anwesenden ist das Überwinden der Gewalt, die wir dem Erscheinenden und damit dem anderen Menschen durch unsere Vorstellungen antun, denn die Vorstellungen verneinen das Wesen im Anwesenden. Deshalb sind sie unwirklich. Die Gewalt aber ist wirklich. Die Verneinung des Wesens führt vorerst zum Identitätsverlust, weil wir das Wesen selber sind. Wir finden unsere Identität wieder in der Wesenserkenntnis. Aber wir müssen durch diese transpersonale Krise gehen, um unsere wirkliche Identität zu finden.&lt;br&gt;
Die Wüste blüht nach einem einzigen Regen.&lt;br&gt;
Der Keimling entsprosst dem toten Samenkorn.&lt;br&gt;
Aus dem dürren Ast entspriessen grüne Blätter.&lt;br&gt;
Im Lazarett der Kriegsgeschundenen stellt die Frau eine Sonnenblume in den Raum: Sie behauptet das Gegenteil.&lt;br&gt;
Der Arzt nimmt die Hand einer Mutter, deren Sohn im Sterben liegt.&lt;br&gt;
Der Geiger macht Musik beim Sterbenden. Er behauptet das Gegenteil.&lt;br&gt;
Durch die Verneinung der &amp;sbquo;Gewalt der Verneinung des Wesens im Anwesenden&amp;lsquo; schaffen wir den Durchbruch durch unsere Identitätskrise zum Quell des Lebens, unseres &amp;sbquo;Ich-bin&amp;lsquo;, zum Wesen unserer selbst, zu unserer wirklichen Identität, zum wahren Menschsein.&lt;br&gt;
Die Möglichkeit dessen, dass wir das Gegenteil behaupten können, macht uns frei. Es kann uns niemand zwingen, den Durchbruch zu schaffen. Wir können in der &amp;sbquo;Verneinung des Wesens in der Erscheinung&amp;lsquo;, in unserer Vorstellung also, verharren.&lt;br&gt;
Das Bild vom Menschen im Menschen ist Wesenserkenntnis unter Menschen. Es ist das Bild vom Antlitz des Menschen. Dieses ist die gesuchte Imagination.&lt;br&gt;
Behaupten wir das Gegenteil dessen was Phrase, Konvention und Routine sind!&lt;/span&gt; &lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Beachten Sie bitte folgende Bücherreihe des Autors Fritz Frey, erschienen im Grin-Verlag, München:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- Die Informationslücke. Ist die Selbstbestimmung des Menschen eine Illusion?&lt;br&gt;
- Der entscheidende Zeit- Not- wendige Schritt. Welt- und Ichbewusstsein, Illusion oder  Wirklichkeit?&lt;br&gt;
- Wut, Chaos und Zerstörung. Gesellschaft und Ichbewusstsein.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2007/12/13/wir_behaupten_das_gegenteil~3437127/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>neues-denken</category><category>altes-denken</category><category>routine</category><category>konvention</category><category>intelligenz-des-bosen</category><category>phrase</category><category>innere-kraft-des-menschen</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2007/12/13/wir_behaupten_das_gegenteil~3437127/#comments</comments></item><item><title>Theseus und Ödipus an der Schwelle zur Unterwelt.</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2007/12/09/theseus_und_odipus_an_der_schwelle_zur_u~3417550/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2007-12-09:/2007/12/09/theseus_und_odipus_an_der_schwelle_zur_u~3417550/</guid><pubDate>Sun, 09 Dec 2007 14:17:25 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;Was haben Theseus und Ödipus an der Schwelle zur Unterwelt gesehen? Sich selbst, in ihrem wahren Menschsein. Hades und Kore/Persephone haben den Jakchos, die wahre Natur des Menschen, gezeugt. Persephone als Bild für die Menschenseele, die den Kräften des Unteren (Hades), der wirklichen Natur von Instinkt, Trieb und Begierde und den Kräften des Oberen, den sie von aussen bestimmenden Kräften der äusseren Formen Zeus und Demeter ausgeliefert ist, so wie die unerwachsene Menschenseele ausgeliefert ist dem ES und dem Über-Ich. Aber die Menschenseele gebiert in sich die Kraft des lebendigen, schaffenden und schöpferischen Geistes. Der die Verhältnisse der Evolution gestaltende Geist wird individualisiert. Das ist die wahre Natur des Menschen, die von Kore/Persephone geboren wird. Es ist davon zu sprechen, dass diese wahre Natur das Antlitz des Menschen sei. Die Imagination des Menschenantlitzes zeigt sich in erschütternder Weise bei zwei Schriftstellern und Denkern, deren Wege sich im 20. Jahrhundert kreuzen: Ernst Wiechert und Emmanuel Lévinas. Wiechert, in Ostpreußen (Masuren) geboren, ist durch ein von zwei Weltkriegen geprägtes Leben gegangen. Im Ersten Weltkrieg als Leutnant der Reserve verletzt, hat er erlebt, was Krieg wirklich heißt. Seinen ein Jahr vor Kriegsende, einen Tag nach seiner Geburt verstorbenen Sohn hat er nie gesehen. Vom Elend des Krieges geprägt, wird Wiechert im Dritten Reich kein Mitmacher, sondern er steht zu seiner menschlichen Gesinnung. Dies macht ihn verdächtig. Er wird von der Gestapo verhaftet und wegen betont staatsfeindlicher Gesinnung und Erregung von öffentlicher Unruhe gegen Partei und Staat ins Konzentrationslager Buchenwald überführt. Nach Protesten aus vielen Ländern wird er nach fast vier Monaten wieder entlassen. Eingeschüchtert und gedemütigt verlässt er das Lager und wird weitere zwei Monate später von Goebbels gezwungen an den Weimarer Dichtertagen teilzunehmen. Das ist ein Kompromiss, der ihm von übel wollenden Kritikern nach dem Zweiten Weltkrieg zum Vorwurf gemacht wird. Bis 1945 steht er unter Gestapo-Aufsicht und lebt sehr zurückgezogen. Sein Buch Einfaches Leben wird 1939 noch mit großem Erfolg veröffentlicht. Die neu geschrie¬benen Bücher werden der Zensur unterworfen und sein gesamtes Werk gelangt auf die Liste der Unerwünschten Literatur. Seine Aufzeichnungen vom Aufenthalt im KZ Buchenwald im Buch Der Totenwald können erst nach dem Zusammenbruch der Öffentlichkeit übergeben werden. Das Manu¬skript eines anderen Buches, Die Jeromin-Kinder, muss aus Gründen der Sicher¬heit im Garten vergraben werden. 1948 verlässt er verbittert und unver¬standen Deutschland. Zwei Jahre später verstirbt er in der Schweiz, in Uerikon am Zürichsee.&lt;br&gt;
Seine Rede an die Deutsche Jugend, die er am 11. November 1945 hielt, war ein weitsichtiger Versuch, mit der Vergangenheitsbewältigung zu beginnen. Wenn er darin von der zwölfjährigen Schande des deutschen Volkes sprach, schaffte er sich natürlich damit keine Freunde. Mit solch mutigen Aussagen kam er schlecht an: «Wer ist unter uns, in dessen Haut sie sich nicht eingefressen hätte wie ein Kainsmal. Sie begann mit dem, was die Mächtigen die Gleichschaltung nannten und sie endete mit dem Henkerbeil, das Tag und Nacht niedersauste auf die gebeugten Nacken eines gebeugten Volkes, das den Lohn seiner Knechtschaft empfing.» Er beklagte das Schweigen der deutschen Dich¬ter und Denker, die keinen Protest und kein Wort der Ablehnung verlauten ließen, deren Namen er aber niemals nannte. Er verehrte aber jene, die es eben doch auch gab und die niemals die Würde verloren hatten: «Lasst uns nur still derer gedenken, die ungebeugt, ungetäuscht, geschmäht und verachtet in das große Schweigen gingen (…). Lasst uns erkennen, dass wir schuldig sind und dass vielleicht hundert Jahre erst ausreichen werden, die Schuld von unseren Herzen zu waschen (…) Die Welt wird doch immer die Frage erheben, warum fast alle gehorsam und still waren. Denn es gab Aufrechte, die durchgekommen sind (…)»&lt;br&gt;
Es ergeben sich erstaunliche Parallelen zwischen der biographischen Entwick¬lung von Ernst Wiechert und jener Emmanuel Lévinas. Lévinas wird etwa zwanzig Jahre nach Wiechert, in Litauen, ebenfalls im Ostsee-Raum, geboren. Er ist jüdischer Herkunft. Er wächst in der jüdischen Tradition und in der russisch¬sprachigen Umwelt auf. So erlebt er nach der Umsiedlung in die Ukraine neben den Einflüssen des Alten Testamentes jene durch die russischen Schriftsteller Tolstoi, Dostojewski, Lermontow, Turgenjew, Puschkin und Gogol. 1920 kehrt er zurück nach Litauen und wird durch seinen Deutschlehrer den Werken Goethes nahe gebracht. Er studiert bei Heidegger und dem Phänomenologen Husserl. 1933 erlebt er die tiefe Enttäuschung durch Heideggers Rektoratsrede, in der dieser sich nicht von der Hitlerbewegung distanziert. Von 1934 bis 1939 ist er Studienleiter bei der Alliance Israélite Universelle in Paris. Er wird dann ins Militär eingezogen und gerät 1940 bei Rennes in deutsche Gefangenschaft. Darauf wird er in das Stamm¬lager (Stalag) XI B bei Fallingbostel (Lüneburger Heide) überführt und muss dort Waldarbeit verrichten. Er treibt, so gut es möglich ist, nebenbei philosophische Studien. Die französische Offiziersuniform, vor der die Nazis Respekt haben, rettet ihm das Leben. 1945 wird er befreit und er erhält die Nachricht, dass seine Familie in Litauen 1943 durch die Deutschen ermordet wurde. 1947 erscheint sein in der Gefangenschaft begonnenes Werk De l’existence à l’existant (Vom Sein zum Seienden) und er beginnt seine Talmudstudien beim geheimnisvollen Talmudlehrer Mordechai Schuschani. Er veröffentlicht viele Schriften, habilitiert 1961 und erhält einen Lehrauftrag in Poitiers. 1975 erhält er den Ehrendoktortitel der Staats-Universität in Leiden. 1979 begegnet er ein erstes Mal Sartre, ein Jahr darauf Papst Johannes Paul II. bei seinem Besuch in Frankreich. 1982 verfasst er die Schriften Wenn Gott in Denken einfällt, Jenseits des Buchstabens (anspruchsvolles Judentum) und Ethik und Unendliches. 1995 erscheinen seine gesammelten Schriften Alterität und Transzendenz (Schriften von 1967-1989). Am Weihnachtstag 1995 stirbt er am letzten Tag des jüdischen Chanukka-Festes.&lt;br&gt;
Durch seine Erlebnisse in der Gefangenschaft und den Schock der Hinrichtung des litauischen Zweiges seiner Familie, «schwor er sich, nie mehr deutschen Boden zu betreten. Durch seine Bemühung um die Frage von Wahrheit und Menschlichkeit sah er eine gemeinsame Aufgabe von Judentum und Christentum, wobei es ihm dabei wohlgemerkt nicht um eine Vermischung geht. Auch nicht zwischen Philosophie und Judentum. Für eine Vernunft aus den Quellen des Judentums, wie sie Lévinas vertrat, ist deshalb auch die Ethik keine Frage einer »Disziplin«. Ethik ist für das Judentum ein Erstes, etwas Universales. Aber sie ist, wie Lévinas später in Jerusalem erfahren musste, wo er noch in den achtziger Jahren als »Witz« gehandelt wurde, immer noch an eine bestimmte Sprache gebunden. Solange er in seinem litauisch gefärbten Hebräisch sprach, hatte er unter seien Hörern auch religiöse Juden, als er zum Französischen wechselte, blieben sie weg. (…) Was bedeutete Heimat für Lévinas, der seine litauische Herkunft später durch den fehlenden Akzent auf dem »e« bewahrte? Heimat ist für Lévinas eine Frage der Kultur und nicht der Nation; 1930 wird er französischer Staatsbürger. Aber vor allem ist Heimat eine Frage der Verantwortung. In einem Satz aus den »Brüdern Karamasow« findet Lévinas eine neue Deutung des »auserwählten Volkes« als Erwählung zur Verantwortung:«Ich bin verantwortlich für alle und für alles, und ich mehr als alle anderen.» Sollte dies der Grund gewesen sein, dass man Lévinas in Israel zu seinen Lebzeiten die kalte Schulter zeigte, einem Philosophen, der Zionismus immer nur in Verbindung mit einem Universalismus der Verantwortung denken konnte?»&lt;br&gt;
Es zeigt sich die interessante Tatsache wie auf verschiedene Weise Wiechert und Lévinas an die Verantwortung ihres Volkes für alle und alles appellieren … und wie beide zu Lebzeiten von ihrer Nation zurückgewiesen werden. Beide sterben nicht anerkannt und nicht erkannt in ihrem Denken.&lt;br&gt;
Der zentrale Punkt, der die beiden verbindet, ist aber wohl meist völlig unbekannt. Es ist der Punkt der alle Menschen überhaupt verbindet, aber offensichtlich der Stein des Anstoßes ist. Das &lt;em&gt;Antlitz des Menschen&lt;/em&gt;. In den Werken beider Autoren wird dieses zum Grundanliegen ihres Seins.&lt;br&gt;
Bei Wiechert finden wir dieses Antlitz in seinem Werk 'Das einfache Leben' in Form einer literarischen Erzählung, in der Schilderung Orlas, eines ehemaligen Kapitäns von einem Kriegsschiff: « […] Also es war auf meinem letzten Schiff, als das Ende kam. Sie holten die Flagge nieder, und ich kam dazu. Es waren schlimme Gesichter, und in das vorderste hob ich meine Pistole. Es war wohl nur eine Sekunde Zeit, denn sie standen auch schon hinter mir, aber es war mein Fehler, dass ich das Gesicht ansah. Es war nicht ein augenblicklicher Fehler, wissen Sie, sondern ein angeborener, dauernder Fehler. Dass ich nicht schoss wie ein Automat, sondern dass ich zuerst dachte,  oder auch nur, dass ich sah, eben ein Gesicht sah, und nicht eine Fratze oder eben das Böse.&lt;br&gt;
Und als ich sah, war es eben ein Gesicht, nicht vielleicht Gottes Ebenbild (daran habe ich sicherlich nicht gedacht), aber doch ein Stück Leben, mit Atem gefüllt, mit Blut, mit Leidenschaft, etwas, wozu ich den Tod und die Zerstörung in der Hand hielt.&lt;br&gt;
Ich weiß nicht, ob Sie mich verstehen. Ich hatte nicht etwa Angst, ich fürchtete mich nicht, sondern ich sah nur und grübelte vielleicht, wenn das in einer Sekunde geschehen kann. Ich bin überzeugt, dass ich geschossen haben würde, trotzdem, aber ich hatte die Sekunde versäumt, die gleichsam blinde Sekunde, vielleicht auch nur den Bruchteil einer Sekunde. Denn als der Abzug zurückwich, schlugen sie von hinten zu. Ich weiß nicht einmal, ob der Schuss noch gefallen ist. Ich griff im Fallen in das Fahnentuch, und dann warfen sie mich über Bord. Ich verlor die Besinnung, noch im Fallen, aber mein Bursche sprang mir nach und rettete mich.&lt;br&gt;
Sein Gesicht war blass geworden und wie von einer leisen Scham gequält.&lt;br&gt;
Aber der Graf hob beruhigend seine Hand. «Sie dürfen das nicht schwer nehmen, Orla», sagte der Graf. «Es ist Ihnen doch klar, dass Sie das Schiff nicht gerettet haben würden. Aber das spielt ja auch nur die geringste Rolle, denn Sie sind ja der Meinung, dass dies ein verstohlener Flecken auf Ihrer Ehre sei. Aber dieser Meinung bin ich nicht. Nicht hingehen, das würde eine andere Sache sein. Die Kajütentür wieder zumachen und so tun, als ob man nichts gesehen hätte. Aber dieses, was Sie »das Sehen« nennen, das ist etwas Anderes. Zum Töten ohne Sehen oder Denken, zum blinden Töten gehört eine gewisse grandiose Verachtung des Lebens, des eigenen so gut wie des anderen. Aber wer einmal erkannt hat, dass alles Leben ein Wunder ist, das der Pflanze so gut wie das des Menschen, der hat eben die zögernde Hand oder sagen wir auch die Ehrfurcht der Hand, und der ist nicht zum Soldaten geboren. Ob es richtig ist oder nicht, das Zögern, meine ich, ist eine ganz andere Sache, und ich will sie nicht entscheiden. Außerdem entzieht es sich ganz unserem Willen, es ist erst da, wenn die Probe da ist, und dann ist es zu spät. Wir können dann nur noch einsehen, dass wir eben nicht den rechten Beruf gewählt haben. Übrigens bewundere ich, dass Sie es erzählt haben. Sehr wenige würden es getan haben. Und ich verstehe jetzt auch erst, weshalb Sie auf die Insel gegangen sind.»&lt;br&gt;
Dieser Moment, der Blick in das Antlitz des anderen Menschen, ist der Moment des Erlebens und damit der Erkenntnis des anderen Ich-bin. Es ist nicht das Spiegelbild des Subjekt-Ich, denn dieses erscheint oftmals als die Fratze. Was aber durch die Fratze hindurch, durch die Augen hindurch scheint, nicht durch die Farben der Iris, sondern durch das Schwarz der Pupille, das ist die Begegnung mit dem anderen Ich-bin. Mit der Wirklichkeit des anderen Ich, mit der ich durch mein Umkreis-Ich verbunden bin. Darin lebe ich mit meinem Denkwillen, und nur so kann die Wirklichkeit des anderen Ichs erkannt werden. Lévinas fasst das von Wiechert literarisch und dramatisch Geschilderte in klare philosophische Sätze:&lt;br&gt;
«Die Weise des Anderen, sich darzustellen, in dem es die Idee des Anderen in mir überschreitet, nennen wir nun Antlitz. Die Weise besteht nicht darin, vor meinem Blick als Thema aufzutreten, sich als ein Ganzes von Qualitäten, in denen sich ein Bild gestaltet, auszubreiten. In jedem Augenblick zerstört und überflutet das Antlitz des Anderen das plastische Bild, das er mir hinterlässt, überschreitet er die Idee, die nach meinem Maß und nach dem Maß ihres ideatum ist – die adäquate Idee. Das Antlitz manifestiert sich nicht in diesen Qualitäten, sondern κάθ’άυτο`. Das Antlitz drückt sich aus.»&lt;br&gt;
Lévinas will hier genau das darstellen, was oben geschildert ist. Nämlich, dass es nicht die Gesichtszüge, noch die Augenfarbe sind, was uns berührt, sondern was als Wesen des Anderen in mich übergeht. Wir sehen in Lévinas Auffassung von der Idee des Antlitzes die scheinbar in alle Ewigkeit verwurzelte Meinung, dass die Idee über das Wahr¬genom¬mene nur ein Abglanz, eine Vorstellung, bzw. Spiegelung des Anderen sei. Unserer Auffassung nach, die der Kantischen widerspricht, ist das Wesen des anderen Menschen eben diese Idee des Ich-bin selbst, die in mir ebenso lebt und wirklich ist, wie in ihm auch. Das ist dasjenige, was Lévinas mit Antlitz bezeichnet. Das Antlitz ist dasjenige, was uns im Innersten unseres eigenen Ich-bin berührt, indem wir den Anderen ebenso als Menschen erkennen und anerkennen wie uns selber. Sein Ich-bin lebt in meinem Ich-bin und umgekehrt. Das Antlitz ist die Idee des Mensch¬seins, als reale Wirkkraft und somit erkennbar als Idee in der Wirklichkeit und nicht als transzendentale, nicht erkennbare Wirksamkeit, die unwillkürlich in mich übergeht. Indem wir in diesem Moment des Sekundenbruchteils sind, wo wir die Wirkung erfahren, nehmen wir es auch wahr. Das ist eine erhöhte Bewusstseinsstufe, jene der Intuition. Wir erkennen das Antlitz des Menschen im Erleben durch die Intuition. Das ist dasjenige, was jeder Vorstellungsbildung voraus geht. Die Vorstellung, die dann ins Alltagsbewusstsein gelangt, ist nur ein Spiegelbild dessen, was wir wahrgenommen haben und das unmittelbar Wahrgenommene lässt sich nur schwer durch die Sprache beschreiben.&lt;br&gt;
Lévinas weiter: «Wenn Sie eine Nase, Augen, eine Stirn, ein Kinn sehen und sie beschreiben können, dann wenden Sie sich dem Anderen wie einem Objekt zu. Die beste Art, dem Anderen zu begegnen, liegt darin, nicht einmal die Augenfarbe zu bemerken. Wenn man auf die Augenfarbe achtet, ist man nicht in einer sozialen Beziehung zum Anderen. Die Beziehung zum Antlitz kann gewiss durch die Wahrnehmung beherrscht werden, aber das, was das Spezifische des Anderen ausmacht, ist das, was sich nicht darauf (auf die Wahrnehmung, A.d.V) reduzieren lässt.»&lt;br&gt;
So muss Lévinas naturgemäß auch auf die Freiheitsfrage zu sprechen kommen. Er tut dies in »Die Philosophie und die Idee des Unendlichen« in folgender Weise: «Wie entkommt das Antlitz der Machtbefugnis des Willens, der über die Evidenz verfügt? Das Antlitz erkennen, heißt das nicht, es sich bewusstmachen; und sich eine Sache bewusstmachen, heißt das nicht freiwillig zustimmen? Führt die Idee des Unendlichen, als Idee, nicht unausbleiblich zurück zum Schema des Selben, das sich das Andere einverleibt? Das ist richtig, es sei denn, die Idee des Unendlichen bedeute den Zusammenbruch des guten Gewissens des Selben. In der Tat ist es so, als ob die Gegenwart des Antlitzes – die Idee des Unendlichen in mir – meine Freiheit in Frage stellte.»&lt;br&gt;
Lévinas stellt hier in Frage, ob die Begegnung mit dem Anderen, d.h. die Begegnung von Mensch zu Mensch frei sei oder nicht. In der Tat scheint es so, dass weder die Handlung von Kapitän Orla bei Wiechert eine freie war, noch die Idee vom Wesen des Anderen mich frei lässt. Da gilt es, eine Herausforderung anzunehmen und den Freiheitsaspekt in dieser Extremsituation zu beleuchten. Wenn Lévinas die Gegenwart des Antlitzes, als die Idee des Unendlichen in mir betrachtet und diese Idee als eine Realität erlebt und dadurch erkennt, kann er nicht sagen, dass meine Freiheit in Frage gestellt sei. Wir werden sehen warum! Wenn er die Freiheit in Frage stellt, dann bestimmt er die Idee als etwas Transzendentales, außer dem Men¬schen wirkendes. Nur was mich von außerhalb bestimmt, lässt mich nicht frei. Wenn er von der Idee des Unendlichen in mir spricht, die meine Freiheit in Frage stellt, spricht er vom Gott des Alten Testamentes oder von den Ideen Platos, die in der Sinnenwelt nur ihren schwachen Abglanz haben und nicht in ihrer Wirklichkeit erkennbar, aber dennoch bestimmend sind. Die Menschheit hat sich aber seit dem Alten Testament und seit Plato weiterentwickelt. Die Evolution steht nicht still. Insofern ist es richtig, wenn Nietzsche sagt, dass Gott tot ist. Wer die kriegerischen Katastrophen und auch die Katastrophe des kalten Krieges im 20. Jahrhundert erlebt hat oder diese historisch nachzuempfinden versucht, kann zu keinem anderen Ergebnis kommen, als zu erkennen, dass für unser Bewusstsein Gott tot ist. Wohinein ist er denn gestorben dieser Gott und in welcher Form? Er hat sich hingegeben in die Substanz der Materie. Dass uns aber die Materie in unendlich mannigfaltigen Formen erscheint und die Gesetzmäßigkeiten dieser Formen im Menschen der menschlichen Individualität und ihrer selbst bewusst werden, ist eine beobachtbare Tatsache. Wir haben gesehen, dass die Gesetzmäßigkeiten der sinnlich wahrnehmbaren, materiel¬len Erscheinungen in ihren Formen nur die eine Seite der Wirklichkeit sind. Die andere Seite sind die Gesetzmäßigkeiten, welche in der geistigen Gestalt der Begriffe und Ideen in der Materie formgebend wirken. Das sind keine transzendentalen Erschei¬nungen und auch keine nominalistischen Willkürbestimmungen. Was uns in den Sinnen erscheint als Wahrnehmung, das ist dasselbe, was wir in der Erkenntnis gedanklich durch die Begriffe oder Ideen bestimmen. Begriffe und Ideen bilden sich nicht fotografisch oder spiegelbildlich in unserem Gehirn ab, sonst müssten wir keine Erkenntnisarbeit durch das Denken leisten. Sie sind aber auch nicht von uns intersubjektiv konstruierte Konventionen, die wir nominalistisch über die Erschei¬nun¬gen stülpen. Sie sind das geistige Gegenbild dessen, was unseren Sinnesorganen materiell als Gegenstand gegeben ist.  Das den Sinnen Gegebene wird durch die subjektiv gegebene physiologische Organisation unseres Kör¬pers (s. das Buch Wut, Chaos und Zerstörung. Gesellschaft und Ichbewusstsein. Grin-Verlag,München 2007: Physiologische Dialektik des Organgeschehens unter 4.1) von den Wahrnehmungen getrennt und im Erkenntnisprozess wieder verbunden. Das Getrenntsein erleben wir als das Erstorbensein des Geistes. Im Denkakt der Wiederverbindung erleben wir in der Evidenz der Erkenntnis die Verlebendigung des Geistes. Wenn wir die Tätigkeit des Denkens nicht vollziehen, können wir nichts erkennen. Diese ist ein Willensakt und bleibt vorerst im Unbewussten. Zu dieser Tätigkeit kann niemand gezwungen werden. Die Erkenntnistätigkeit ist ein Akt der Freiheit. Dies gilt auf der Ebene des Mineralischen, wo wir die Gesetzmäßigkeiten durch die Methode der Kausalität erken¬nen. Ebenso gilt es auf der Ebene des Psychischen, deren Gesetzmäßigkeiten methodologisch durch das finale Denken erarbeitet werden. Die Ebene des Organischen durch das Mittel dieser beiden Methoden erkennen zu wollen, muss zwingend scheitern. Hier ist die Methode der simultan-korrelativen Denkweise anzuwenden.  Wie wir aber zur unmittelbaren Erkenntnis des Antlitzes, des Wesens des Menschen kommen und im Erleben desselben empfinden können, wie der Geist, oder wenn wir so wollen die Gottheit im Menschen wieder verlebendigt wird, müssen wir gesondert ausführen.&lt;br&gt;
Ausgangspunkt dieser Auseinandersetzung soll die Idee des Menschseins an sich sein: «Unser aller Gemeinsames ist, dass wir verschieden sind.» Dass wir uns als verschiedene Subjekte erleben, bestreitet niemand. Wie diese Verschiedenheit entsteht, versucht man sich durch die Gentheorien und durch die Theorien der Gehirnforschung zu erklären. Was allen Theorien gemeinsam ist, ist dies, dass sie eben Theorien sind. Sie nennen sich nicht Wirklichkeiten. Wir wollen aber der Wirklichkeit auf die Spur kommen. Dazu hilft uns Goethe mit seinem Satz: «Alles Faktische ist schon Theorie, man suche nur nichts hinter den Phänomenen, sie selber sind die Lehre.» Mit dem Satz »Unser aller Gemeinsames ist, dass wir verschieden sind« liegt vor uns die Wirklichkeit einer Idee. Sie zeigt sich in der Gestaltung des Subjekts, es gibt keine zwei Menschen die gleich sind. Nicht einmal bei eineiigen Zwillingen ist dies der Fall. Also nicht einmal bei Menschen die genetisch absolut identisch sind. Dieser Satz lässt sich auch nicht verstehen durch die kontingente Selbstorganisation der Vorstellungen, die wir in unserem Gedächtnis, wo immer sich dieses auch auffinden lässt, gespeichert haben. Dieser Satz lässt sich nur durch eine Denkanstrengung verstehen, sonst bleibt er leer. In der Denkanstrengung der Aktivität unseres Denkwillens haben wir aber genau das Prinzip, die Idee, die sich in diesem Satz als Wirklichkeit ausspricht. Es ist die urmenschlichste Tätigkeit, sich selbst als Subjekt und die Erscheinungen der Welt als Objekte zu bestimmen. Das Antlitz des Menschen, wie es die zwei Denker des 20. Jahrhunderts erleben, ist das Urbild, die Idee des Menschen. Dieses wiederum ist die Individualisierungskraft im Kosmos. Die alle Verhältnisse gestaltende Kraft im Zentrum der Gottheit, der Trinität von Geist, Substanz und lebendiger Verhältnisgestaltung zwischen Geist und Substanz. Alle Dinge erscheinen uns so: Die materiellen Wahrnehmungen wie sie unseren Sinnen gegeben sind, stellen sich aus dieser Gesetzmäßigkeit, aus der Wirklichkeit dieser Idee heraus gestaltet, unseren Sinnen dar. Sie erscheinen. Aber im bloßen Anschauen wird uns das Angeschaute niemals bewusst. Wir müssen uns das durch die Sinne Wahrgenommene bewusstmachen. Das geschieht durch die Denktätigkeit. Diese ist unser aller Gemeinsames, durch das wir verschieden sind. Die Denktätigkeit ist die im Menschen auf individuelle Weise bewusst gewordene Kraft der Individualkraft im Kosmos, die jedes Ding auf seine Weise erscheinen lässt. In der Natur lassen sich die erscheinenden Dinge Klassifizieren in Arten, Gattungen, Familien usw. Beim Menschen ist eine solche Klassifizierung nicht angebracht, denn jeder ist insofern eine Gattung für sich, als er sich selbst bestimmt und nicht den Automatismen seiner naturgegebenen Grundlage des Geschehens von Instinkt, Trieb und Begierde folgt. In dieser Anschauung der Wirklichkeit ist auch die Überwindung eines jeden Rassismus, Nationalismus und jeglicher Diskriminierung, sei es von Menschengruppen, Behinderten oder Kranken, gegeben.&lt;br&gt;
Durch die Selbstbestimmungskraft, Selbst- und Weltgestaltungskraft sind wir als Menschen individuell und das macht das allen Gemeinsame des Menschseins aus.&lt;br&gt;
Das Soziale ereignet sich in der Erkenntnis der Wirklichkeit und Wirksamkeit dieser Idee. Darin liegt die Grundkraft jeglicher Toleranz. Das ist der Freiheitsimpuls des wahren Menschseins, durch den sich eine moderne Gemeinschaft erst bilden kann. Es kann keine wirkliche Brüderlichkeit geben, wo keine Freiheit herrscht. Menschen können sich nur aus freien Stücken zu Gemeinschaften finden. Alles andere widerspricht der Würde des Menschen.&lt;br&gt;
Diese Wirklichkeit der göttlichen Individualisierungskraft wirkt in jedem Menschen. Erst dadurch, dass wir diese erkennen, werden wir wirklich frei. Sie ist nicht transzendental, uns von außen bestimmend, gegeben. Die Kraft der Individuation ist das wahre Menschsein selber, in dem sich die göttliche Individualisierungskraft im Menschen als Wesen des Menschen selber bewusst wird. Das ist die Wirklichkeit der Freiheit und der Liebe. Denn ohne Freiheit gibt es keine Liebe. Niemand kann zu Liebe gezwungen werden. Gleichzeitig ist die Liebe die Grundlage, auf welcher die Freiheit gedeihen kann. Niemals wird ein liebender Mensch einen anderen zu etwas zwingen, was dieser andere nicht will. Diese Kraft können wir nur intuitiv erfassen, so wie wir den Wirklichkeitssinn des Satzes «Unser aller Gemeinsames ist, dass wir verschieden sind» eben auch nur intuitiv erfassen können. In der Intuition spielt sich die wahre Begegnung zwischen Menschen ab, so wie sich durch Intuition die Erkenntnis der Idee in der Wirklichkeit ereignet. In der Intuition leben wir in der Wirklichkeit des anderen Menschen, so wie er durch sie in uns lebt.&lt;br&gt;
So wirkt im intuitiven Erfassen des Anderen, das Erfassen von der Wirklichkeit der Freiheit und der Liebe. Aus diesen Kräften heraus nur kann die Verantwortung für sich selbst, für den anderen Menschen und für die Welt getragen werden. Nur aus der Individualkraft heraus kann das geschehen, niemals von außen, auch nicht vom Anderen diktiert.&lt;br&gt;
Dieses Geschehen kann die wahre Natur des Menschseins genannt werden.  Die wirkliche Natur finden wir im Eingesponnensein des Subjekts in den Bedürfnissen des Egos, die von seinem Es geprägt und vom Über-Ich in Schach gehalten werden müssen. Die wahre Natur des Menschen ist das Antlitz des Menschen, durch welches die Freiheit und die Liebe in der Form der Selbst- und Weltgestaltungskraft des Menschen strahlen. Da gibt es keinen kategorischen Imperativ mehr! Das Gesetz des «Du sollst nicht töten!» wird zum freien Willen des «Ich will nicht töten!»&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2007/12/09/theseus_und_odipus_an_der_schwelle_zur_u~3417550/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>freiheit-und-liebe</category><category>gesetz</category><category>br%C3%BCderlichkeit-und-solidarit%C3%A4t</category><category>grundlage-eines-modernen-europa</category><category>freiheit</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2007/12/09/theseus_und_odipus_an_der_schwelle_zur_u~3417550/#comments</comments></item><item><title>Die Idee Europas</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2007/11/10/die_idee_europas~3276172/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2007-11-10:/2007/11/10/die_idee_europas~3276172/</guid><pubDate>Sat, 10 Nov 2007 19:29:17 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;«Es ist an der Zeit», so spricht der alte mit der Lampe im »Märchen« Goethes, das von der grünen Schlange und der schönen Lilie handelt. Es ist an der Zeit zu erkennen, dass der Mensch ein Bewusstsein seiner selbst, als eines geistig schöpferischen Wesens, entwickeln muss. Die Erkenntnis, dass das Denken, Fühlen und Wollen des Menschen Werkzeuge sind, die er bewusst zu seiner Entwicklung schulen, fördern und einsetzen soll, wird durch Goethe angesprochen. Dass der Mensch diese Qualitäten aus freiem Willen gleichmäßig und harmonisch ausbilden kann, so dass sein Ichbewusstsein als harmonisierende Kraft sich in der Sozietät in wirklich menschlicher und unabhängiger Art und Weise verwirklicht, wird in rätselhaften Imaginationen vor das noch schlafende Bewusstsein der mitteleuropäischen Menschheit hingestellt. Die Bilder wurden noch nicht und werden auch heute noch nicht in ihrer ganzen Tragweite verstanden. Der entsprechende Gedanke Pestalozzis von der harmonischen Ausbildung von Kopf, Herz und Hand wirkte bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts noch in den Lehrplänen der staatlichen und vieler privaten Schulen nach. Die Idee, dass im Menschen ein göttlicher Funke wirkt, der als Kraft, welche das Ich-Bewusstseins schafft, gepflegt sein will, war den meisten der maßgebenden Denker jener Zeit gemeinsam. Dass solche Bildung des Menschen zu einem freien und unabhängigen Wesen, das als mündiger Mensch in der Gesellschaft stehen und auch in Freiheit seinen persönlichen Bezug zum Geiste entwickeln kann oder dies aus Freiheit auch unterlassen kann, musste die Institutionen alarmieren.&lt;br&gt;
Es war die Aristokratie, die fürchtete, ihren Einfluss, der über Jahrhunderte allein durch Vererbung von Amt und Würde aufrechterhalten wurde, weiter zu verlieren. Wobei sichtlich die Fähigkeiten der Adeligen mehr und mehr hinter Amt und Würde nachhinkten. Es war die Kirche, die sich um den schwindenden Einfluss des dogmatischen Glaubens bei ihren Schäfchen sorgte und es war der neu aufkommende Finanzadel, der im richtig verstandenen Ideal von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit seine aufkommende Vorherrschaft über den Menschen gefährdet sah.&lt;br&gt;
Nichts liegt näher, als dass sich diese drei Machtströmungen, nämlich die des Geisteslebens (Kirche), die des Rechts- und Staatslebens (Aristokratie) und die des aufkommenden und alles zu beherrschen trachtenden Wirtschaftslebens (Finanz-Aristokratie) ein gemeinsames Interesse entwickelten: Die Freiheit im Geistesleben, die Gleichheit im Rechts- und Staatsleben sollten ebenso verhindert werden, wie die Brüderlichkeit im Wirtschaftsleben. Es musste ausgeschlossen werden, dass die humanistischen Gedanken einer wahren Demokratie verwirklicht werden konnten. Denn eine wirkliche Demokratie, in welcher der Mensch als freies Wesen seine Ideenfähigkeit unzensiert und frei in den Dienst der Gesellschaft stellen konnte, würde die freie Entfaltung der Persönlichkeit erfordern. Dies konnte nur dadurch verhindert werden, dass die Schulen entweder dem Staate oder der Kirche unterstellt wurden. Theoretisch war und ist es auch heute noch möglich, freie Schulen zu gründen und zu führen. Dies wird aber zu einem finanziellen Hochseilakt, was bedeutet, dass dabei die Gefahr der Abhängigkeit von den Finanzmächtigen entsteht und die »freie« Schule nach den Bedürfnissen der Wirtschaft funktionieren soll, also alles andere als frei ist.&lt;br&gt;
Die Gleichheit im Bereiche des Rechtslebens hätte bedeutet, dass die Privilegien der Aristokraten und der Finanzaristokraten aufgehört hätten zu existieren. Das konnte nur dadurch verhindert werden, dass die Gewaltentrennung unterlaufen wurde. Anstatt dass die freie Ideenfähigkeit der Richter ausgebildet wurde, wurden sie nach altem römischem Rechtsverständnis auf staatlich finanzierten Universitäten instruiert. Die Richterämter wurden in der nach und nach zum Demokratismus entarteten Demokratie nach Parteienzugehörigkeit ausgehandelt. Es gibt den freien Richter nicht mehr, wenn es ihn vielleicht zu Beginn der Phase der Demokratie auch gegeben haben mag. Die Verflechtung oder wie heute das Schlagwort sagt, die Verfilzung in der Demokratie hat seit dem letzten Viertel des 19. Jahrhunderts ein ebensolches Maß angenommen wie dies in den Kaiser- und Königshäusern seit Jahrhunderten der Fall war, was das Volk gegen diese empörte.&lt;br&gt;
Darüber, dass die Wirtschaft, sei es die Nationalökonomie als nationaler Egoismus oder die globalisierte Wirtschaft (als unbegrenzter Egoismus der weltweit verflochtenen Finanzinteressen der globalen Finanzaristokratie), die ihren Ausgangspunkt im Beginn der Ausbeutung der Kolonien hat, die Forderung nach der Brüderlichkeit erfüllt, muss nicht lange nachgedacht werden. Das soziale Elend und der Hunger sind selbst in den reichen Staaten Antwort genug, es wird immer augenfälliger, dass ein kleiner Teil der Menschheit über einen großen Teil derselben schamlos verfügt.&lt;br&gt;
Goethe hat es den Alten mit der Lampe aussprechen lassen und Schiller hat es in seinen Schriften dargestellt, dass nur die freie Entwicklung des Menschen im oben dargestellten Sinne für die Menschheit segensreich sein kann. Goethes Glück war es vielleicht, dass seine rätselhaften Bilder nicht verstanden wurden. Schiller, der seine Ideen in gedankenklarer Schärfe dem Intellekt zugänglich machte, kam auf jeden Fall unter mysteriösen Umständen ums Leben. Dabei mochte man in den angesprochenen Kreisen weder seine freiheitlichen Schriften wie den »Wilhelm Tell«, noch seine klaren Darstellungen vom Wesen des Menschen in den Briefen »Über die ästhetische Erziehung des Menschen«, da sie den Menschen zur inneren und äußeren Freiheit aufriefen und auch heute noch aufrufen. Zur Zeit des Nationalsozialismus bereiteten Goethe und Schiller den Machthabern erhebliche Probleme. Sie wurden von »wissenschaftlichen Kommissionen« in dem Sinne bearbeitet, dass sie »volksverträglich« wurden. Besonders Schiller, der durch seine intellektuelle Klarheit bestach, wurde zu einer führergleichen Figur hochstilisiert und missbraucht. Mit Goethe war dies schwieriger, da der Einstieg in die Lebendigkeit seiner Art des bildhaften Denkens den nationalsozialistischen Bearbeitern aus verständlichen Gründen schwer möglich war.&lt;br&gt;
Bis heute wird nicht zur Kenntnis genommen, dass Goethes Imaginationen im Märchen wegweisende Ideen für die Entwicklung der europäischen Gesellschaft sind. Die Verfilzung von unfreiem Geistesleben, Lobby-bestimmtem Rechtsleben und sich überall einmischendem profitgierigem Wirtschaftsleben wird ebenso im gemischten König des Märchens dargestellt, wie das chaotisierte menschliche Seelenleben, welches den Menschen hilflos den Ereignissen in der Welt gegenüber stehen lässt. Das Chaos des gesellschaftlichen Lebens, die Verfilzung des Wirtschaftslebens mit der Politik und das Hineinwirken der religiösen Machtanwartschaft ist nach wie vor Gesellschaftsbestimmend. Ebenso wie Schiller und Goethe in ihren wirklichen, der Gesellschaft Wege weisenden, Aussagen bis heute ignoriert werden, so wird die Idee der gesellschaftlichen Strukturierung, die Steiner zu Beginn des 20. Jahrhunderts an Schiller und Goethe anschließend, erarbeitete, ignoriert. Dieser zeigte deutlich auf, wohin die undifferenzierte Vermischung von Recht, Wirtschaft und unfreiem Geistesleben führen musste. Das Nichtergreifen seiner Ideen nach dem Ersten Weltkrieg hat Europa direkt in den Zweiten Weltkrieg geführt und von den USA abhängig gemacht.&lt;br&gt;
Wie sich im Verlauf der Geschichte das Geistesleben, beginnend mit dem Griechentum aus dem Einflussbereich der Theokratie befreit hat, so hat sich das Rechtsleben in der Entwicklung der Bürgerrechte im Römertum daraus befreit. Mit dem Ende des Mittelalters und dem Beginn der Neuzeit hat sich auch das Wirtschaftsleben aus der Abhängigkeit von Klerus und/oder Adel befreit. Wenn ein kirchlicher oder weltlicher Staat über diese drei Bereiche künstlich die Kontrolle aufrechterhalten will, dann gerät er mit seinen Bürgern automatisch in Konflikt. Denn der Staat hat einzig in Bezug auf die Gleichheit des Rechtes, die Wahrung der Menschenrechte und den Schutz der Bürger vor Übergriffen auf deren Integrität das Sagen. Die Bewusstseinsentwicklung macht aber nicht halt vor dem Willen der Mächtigen. Will ein Staat diese unabhängig gewordenen Bereiche kontrollieren, dann ist seine Ideologie realitätsfremd geworden. Wenn eine realitätsfremde Ideologie durchgesetzt werden will, geht dies nur durch die Mittel der Gewalt.&lt;br&gt;
Geistesleben, Rechtsleben und Wirtschaftsleben müssen entfilzt werden, wenn es denn zu einer menschengerechten Entwicklung der Gesellschaft kommen soll. Gelingt dies nicht, wird die Entwicklung zur Eine-Welt-Regierung der totalen Kontrolle, wie sie heute, zu Beginn des 21. Jahrhunderts,mit der Argumentation der Terrorbekämpfung in der Tendenz liegt, verwirklicht. Ihre Richtung nahm diese Entwicklung im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts. Der erste und der zweite Weltkrieg sind nur die logische Folge der Entwicklung einer Idee zur Hegemonie einer Elite, deren Ziel die Beherrschung der Welt und des Menschen ist. Diese Hegemoniebestrebungen haben ihren Anfang schon früh mit dem Aufbau der Kolonialreiche genommen.&lt;br&gt;
Europa hat die Chance, sich auf seine echten eigenen Werte zu besinnen und aus dieser Eigenkraft heraus ein föderatives, entfilztes Staatensystem zu entwickeln, wenn die Menschen in Europa aufwachen und erkennen, dass Europa nicht einfach ein billiges Anhängsel der USA bildet.
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2007/11/10/die_idee_europas~3276172/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>freiheit</category><category>gleichheit-und-br%C3%BCderlichkeit</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2007/11/10/die_idee_europas~3276172/#comments</comments></item><item><title>Die Frage Europa</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2007/11/07/die_frage_europa~3259804/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2007-11-07:/2007/11/07/die_frage_europa~3259804/</guid><pubDate>Wed, 07 Nov 2007 15:49:54 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;Die Frage nach dem „alten“ und dem „neuen Europa“ ist spätestens im Vorfeld des dritten Golfkrieges (Krieg gegen den Irak, 2003) aktuell geworden. Wer sich nicht vorher schon Gedanken darüber gemacht hat, wie die Vergangenheit Europas in einem Verhältnis zu seiner Zukunft betrachtet werden kann, konnte durch diese Bemerkung Donald Rums­felds aufgeweckt werden. Keineswegs klar ist es jedoch, was er mit seiner Äußerung unter „altem Europa“ und unter „neuem Europa“ zu jenem Zeitpunkt verstand und was er damit sagen wollte. Er konnte damit bestimmt nicht das kriegerische Europa zu Beginn und zum Ende des 19. und jenes vor den zwei Weltkriegen des 20. Jahrhunderts gemeint haben, denn dieses Europa hätte sich wohl seinen Macht- und Hegemoniebestrebungen kriegerisch gegenübergestellt, was in unserer Zeit undenkbar ist. Er kann auch nicht das Europa des kalten Krieges gemeint haben, das in ständiger Bedrohung durch die Supermacht UdSSR froh und dankbar war für den Atomschirm, den die USA über Westeuropa hielten. Denn dieses Europa war den USA dadurch ebenso verpflichtet, wie durch den wirtschaftlichen Aufbauplan nach dem zweiten Weltkrieg (Marshallplan). Wer sich länger darüber Gedanken macht, kommt darauf, dass er das Europa der Gleichgewichte gemeint haben könnte, das Europa der Kunst der Vermittlung zwischen Staaten, die durch sich widersprechende Interessen in Konflikt geraten. Das Europa der Diplomatie, das nach dem Wienerkogress im 19. Jahrhundert doch für kurze Zeit eine friedliche Entwicklung zwischen den sich bildenden Nationalstaaten ermöglichte. Nehmen wir an, er machte sich über diese Art von „altem Europa“ lustig und er lobte das „neue Europa“ der Mitmacher beim Irak-Krieg als jenes Europa, welches den USA und ihrem Hegemoniebestreben kritiklos und hörig nachfolgt. Es war ein merkwür­diger Augenblick der Geschichte, als ersichtlich wurde, auf welche Art allen voran Großbritannien, dann Italien, Spanien, Polen, Portugal, Albanien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Georgien, Island, Lettland, Litauen, Mazedonien, die Niederlande, Norwegen, Portugal, Rumänien, die Slowakei, Slowenien, die Tschechische Republik, die Ukraine und Ungarn als europäische Länder in die sog. „Koalition der Willigen“ eintra­ten. Und dies zum großen Teil entgegen dem Willen der jeweiligen Bevöl­kerung. Es ist dies ein seltsames historisches Phänomen, das zeigt, wie die USA auf diese Art den Willen der UNO unterlaufen konnten und sich damit die Legitimation zum Präventivkrieg gegen den Irak selber gaben.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Das „neue Europa“ das an der Koalition der Willigen teilhatte, sah sich nach dem zwischenzeitlichen Erfolg des „Sieges“ gegen den Irak in seiner Haltung bestätigt. Aber das Erwachen zur Selbstbesinnung und damit zum Verlassen dieser fragwürdigen Koalition kam bald, als sich der Krieg mehr und mehr in die Länge zog. Wer vermag es, heute das Ende dieses Krieges und des Elendes im Irak abzusehen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Durch den Verlauf der Kriege im Irak und in Afghanistan und durch das Durchsickern der wirklichen Hintergründe, die zu diesen Kriegen geführt haben, wurde erreicht, dass der Vorwand, sich des Terrors entledigen zu wollen, sich immer mehr als strategische Planung zur Hegemonie im Na­hen Osten und in Zentralasien entpuppte.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Welche Rolle spielen aber dabei das „alte“ und das „neue Europa“? Welches Europa wird sich zu einer Kraft entwickeln, zu einem wirklich neuen Europa, welches nicht in einer Koalition der Willigen einer weltwei­ten Führungsmacht gehorsam zu folgen hat? Wird es ein Europa sein, das die Menschenrechte nicht der gerade herrschenden politischen „guten Ordnung“ entsprechend anpasst und Entführungen von Verdächtigen in geheime CIA-Gefängnisse zulässt und auch unter der sug­ge­rierten Angst vor dem provozierten Terror auch mal ein „bisschen“ foltern lässt, wie dies die weltweit einzige Supermacht USA praktiziert. Diese Fragen wollen der Möglichkeit eines selbständigen Europas und dessen Rolle, die es im weltweiten Kräftespiel einnehmen könnte, nachgehen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Es soll, gegeben durch die historischen Phänome, auch untersucht werden, ob es nicht Gesetzmäßigkeiten der sozialen und staatlichen Entwicklung gibt, die berücksichtigt sein wollen, wenn man von einer gesunden gesellschaftlichen Evolution sprechen will. Dies soll unter drei Aspekten geschehen:&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- Individualisierung und Emanzipation des Menschen.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- Notwendige Grundlagen zum sozialen Zusammenleben.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;- Größtmögliches Wohl einer Gesamtheit von zusammen­arbei­tenden Menschen&lt;br&gt;
innerhalb von staatlichen Gebilden.&lt;/p&gt;
	&lt;p&gt;Der Begriff „altes Europa“ kann dann nicht mehr in der Form gebraucht werden wie oben charakterisiert. Unter dem „alten Europa“ wird die geschichtliche Entwicklung bis zur Französischen Revolution Ende des 18. und zur Industriellen Revolution zu Beginn des 19. Jahrhunderts und dem, mit dem Ende des Ersten und des Zweiten Weltkrieges vollendeten, totalen Umbruch der Geschichte Europas verstanden. Das ist der Zeitpunkt, zu welchem die USA in die Geschicke Europas eingriffen. Dieser Umbruch hält bis heute an. Der Blick in die Zukunft betrifft ein Europa, das seine vollständige Eigenständigkeit und seinen Gleichgewichts­cha­rakter zwi­schen Ost und West erkennt und ihn als Aufgabe in der Ge­schichts­ent­wick­lung begreift. Die Hegemoniebestrebungen einer Macht wie der USA, die von einer bestimmten Elite geführt wird, kön­nen der Viel­falt der Menschheit nicht gerecht werden. Das künftige Europa hat die Aufgabe, diese Viel­falt in ihrer Bedeutung bewusst zu machen, zu pflegen und zu zeigen, dass nicht die weltweite Gleich­schaltung durch die im Demokratismus erstarrte Demokratie, die global durchgesetzt werden soll, die Lö­sung sein kann.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2007/11/07/die_frage_europa~3259804/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>globalisierung</category><category>gleichgewicht</category><category>europa</category><category>ausgleich</category><category>hegemonie</category><category>interessen-in-vorderasien</category><category>demokratie</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2007/11/07/die_frage_europa~3259804/#comments</comments></item><item><title>Die Wirklichkeit des Ich</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2007/11/06/die_wirklichkeit_des_ich~3254987/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2007-11-06:/2007/11/06/die_wirklichkeit_des_ich~3254987/</guid><pubDate>Tue, 06 Nov 2007 17:00:34 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;Warum sind die Essays von Jean Baudrillard so schwer zu verstehen oder wie viele, auch Fachleute, sagen, überhaupt unverständlich. Jean Baudrillard begibt sich zur Schwelle dessen, was mit dem Alltagsdenken, mit den Alltagsvorstellungen nicht denkbar und nicht fassbar ist. Es ist die Schwelle zu einer parallelen Welt, die laufend performativ (aus der Gesamtheit des Daseins hereinwirkend) in unsere subjektive Art zu sein hineinspielt. Es ist die Welt des uns Unter-, bzw. Überbe­wussten, die laufend in unser Denken, Fühlen und Wollen hineinwirkt und die die Welt des Kalküls durchbricht und unter- oder überläuft.Baudrillard geht von der Welt als Resultat jenes Kalküls im logischen Sinne aus, der als Grundbaustein (Grundzeichen) die Basis für komple­xere Ausdrücke abgibt. Der Kalkül liegt den Regeln der Aussagelogik und den Anfangsregeln, den Axio­men, nach denen die Sprache sich bildet, zu Grunde. Praktische Anwendung finden die Kalküle in der Informatik, auf deren Dualismus (ein – aus, ja – nein) unser Denken reduziert zu werden droht. Gemäß der Sprachphilosophie bildet die Grammatik der Sprache unser Bewusstsein. Jean Baudrillard hat nun das Bedürfnis nach einem «absoluten Fortschritt hin zu einer Verzweigung der einzelligen Lebewe­sen, einer digitalen Aufeinanderfolge und einem automatischen Kalkül, das vor jedem komplexen und analytischen Denken liegt.»[1] Das bedeutet, dass er eine mentale Entsprechung einer Phase sucht, die der Nullpunkt der Zeugung ist, zum Nullpunkt des Denkens vor dem Entstehen der künstlichen Intelligenz führt. In der Tat sucht er nach dem Impuls, der dem Bilden von Gedanken, Begriffen und Vor­stel­lungen vorausgeht. Er fragt nach dem, was die künstliche Intelligenz program­miert und ins Leben gerufen hat. Damit sucht er nach dem Ursprung unseres Bewusstseins, das er als in einer Spiegelwelt hoffnungslos gefangen erlebt. Er spricht von einer «doppelten Illusion: die einer objektiven Realität der Welt, die einer subjektiven Realität des Subjekts, die sich in dem gleichen Spiegel brechen (…)»[2] Es gibt seiner Ansicht nach nicht nur die Illusion eines realen Objekts, es gibt auch die eines realen Subjekts der Repräsentation (Vorstellung) – und die beiden Illusionen, objektive und subjektive Illusion, sind korrelativ. Baudrillard nennt diesen Sachverhalt ein Mysterium. In der Tat beo­bachtet er minutiös, was sich im Spiegel unseres reflexiven All­tags­bewusstseins, unserer Mentalebene II (der Verstandes- und Gemütsseele) abspielt, welcher die Resultate unserer gesamten naturwissenschaftlichen Grundhaltung entspringen. Da­bei ist es bezeichnend, dass er nach einem automatischen Kalkül sucht, das vor je­dem komplexen und analytischen Denken liegt. Er sucht nach dem selbst- und dem weltgestaltenden Prinzip, das er nicht erkennen kann, weil die Vorurteile des so genannt wissenschaftlichen Denkens, trotz der scheinbaren Spontaneität seiner Denk­methode, große Entwicklungs­hemm­nisse vor ihm aufbauen. Er er­kennt nicht, dass er durch seine Art zu denken vor der Schwelle steht, an die ihn sein Denkwille, die Ge­stalt­kraft seines eigenen Denkens geführt hat und er erkennt nicht, dass er diesen Denk­willen er­grei­fen muss, um die Schwelle übertreten zu können. Er erkennt weiter nicht, dass er sich diese Schwelle mit dem iterativen Pa­ra­dox der Illusion des Subjekts in der Illu­sion der Welt, das heißt der ihm von der Außenwelt entgegenkommenden Objekte selber aufbaut. Was sagt Baudrillard, wenn man genauer hinschaut, genauer hindenkt?«(…) Es gibt nicht allein die Illusion eines realen Objektes, es gibt auch die Illusion eines realen Subjekts (…) – und die beiden Illusionen, objektive und subjektive Illusion, sind korrelativ.»Wenn wir auf die Vorder- und Rückseite eines Blattes schreiben: Was auf der Rück­­sei­te des Blattes steht, ist eine Illusion! Dann entspricht dies genau den folgenden Aussagen: Alle Kreter sind Lügner, sagte der Kreter. Oder: Ich lüge jetzt. Wie man sich aus solchen ins Unendliche widersprechenden Aussagen retten kann, ist in Die Informationslücke und in Der entscheidende Zeit-Not-wendige Schritt in aller Ausführlichkeit dargestellt. Hier sei nur das Resultat eines langen und ausführlichen Beweises des Mathematikers Kurt Gödel[3] in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts zitiert: «Wichtige logische Systeme, wie Arithmetik und Algebra, müssen immer Aussagen enthalten, die wahr, aber nicht aus einem bestimmten Axiomensystem herleitbar sind, wenn sie lösbar sein sollen.» Diese logi­sche Aussage im Zentrum jeglichen Systems wird in der Physik Informationslücke ge­nannt. Man kann den Einwand machen, dass in der Wissenschaft Annahmen gemacht werden können, nicht zwangsläufig wahr sein müssen. Sie sind aber stets das Fundament, auf dem alles weitere aufgebaut wird. Sobald die Annahmen widerlegt werden können, bricht alles zusammen. Die Wissenschaft postuliert, dass die Annahmen empirisch überprüfbar sein müssen. Dieses Postulat selbst kann aber nicht überprüft werden, sondern basiert auf Vereinbarung. Diese ist nicht mehr und nicht weniger als eine Spielregel für das »Spiel«, das sich Wissenschaft nennt. Da sich bewusstseins- und formbildende Kräfte nicht aus der Materie erklären lassen, schließt der Geist diese Informations- bzw. Erklärungslücke. Die Geistrealität setzt sich den empirischen Daten keineswegs entgegen, vielmehr ist der grundlegende Wirkungs- und Erklärungszusammenhang im Welt- und Menschenbild dadurch ein deutlich anderer. Die Finger in die Wunde legen heißt die Frage nach dem Sinn stellen. Und hier beginnt das eigentlich Glatteis, um welches die Naturwissenschaft einen eleganten Bogen macht. Diesen Bogen hat der Philosoph Kant mit seiner Kritik der praktischen Vernunft offenbar für alle Zeiten gerechtfertigt.Die Wirklichkeit der wahren Aussage ist aber keine Informationslücke, wenn man das System von außen betrachten kann. Sich aus der Spiegel­welt der Unwirk­lichkeiten und Illusionen herauszuheben ist möglich, dadurch dass man durch den Denk­­willen seinen Kör­per erst erkennen kann, wenn man ihn gedanklich als Subjekt bestimmt und ihn so den Objek­ten, die man ebenfalls durch den Denkwillen ge­dank­lich bestimmt, ge­­gen­­überstellt. Damit haben wir den Freiheitspunkt jeglicher Be­wusstseinsentwicklung überhaupt erkannt. Dieser kann nicht gedanklich wider­legt, sondern nur emotional intellektuell abgeleugnet werden. Ohne das Schwel­lenerlebnis des iterativen Paradoxons, das den Menschen unlösbar und hoffnungslos mit dem System verkettet, kann nicht zum Bewusstsein des Denkwillens vorge­schritten werden.Wenn Baudrillard nach dem automatischen Kalkül sucht, das vor jedem komp­lexen und analytischen Denken liegt, dann bewegt er sich genau in diesem Bereich. In den Büchern "Der entscheidende Zeit-Not-wendige Schritt" (F. Frey, Grin-Verlag München, 2006) und in "Wut, Chaos und Zerstörung" (F. Frey, Grin-Verlag München, 2007) wird dargestellt, dass dieses Zentrum die Logik des Systems an sich ist. Das ist die Selbstgestaltungskraft des Systems, der Logos. Diesen haben wir als den Weltgestaltungswillen, der sich im System entäußert und damit eben nicht metaphysisch, sondern in seiner Erschei­nungs­weise in andersartiger Gleichheit identisch und damit erkennbar ist. Er er­scheint als die alle Verhältnisse gestaltende Kraft und ist eben nicht dualistisch-transzendent, damit können wir mit Wittgenstein sagen: «Das logische Bild der Tatsachen ist der Gedanke. »Ein Sachverhalt ist denkbar« heißt: Wir können uns ein Bild von ihm machen. (…) Der Gedanke enthält die Möglichkeit der Sachlage, die er denkt. Was denkbar ist, ist auch möglich. Wir können nichts Unlogisches denken, weil wir sonst unlogisch denken müssten. Man sagte einmal, dass Gott alles schaffen könne, nur nichts, was den logischen Gesetzen zuwider wäre. – Wir könnten nämlich von einer »unlogischen« Welt nicht sagen wie sie aussähe. Etwas »der Logik widersprechendes« in der Sprache darstellen, kann man ebenso wenig, wie in der Geometrie eine den Gesetzen des Raumes widersprechende Figur durch ihre Koordinaten darstellen; oder die Koordinaten eines Punktes angeben, welcher nicht existiert.»Im Ergreifen der Gestaltkraft des Denkwillens, individualisieren wir die alle Verhältnisse gestaltende Kraft des Logos. Wir erkennen die Idee in der Wirklichkeit und verwirklichen die Idee in die Wahrnehmbarkeit durch die Sinne oder in die Wahr­nehmbarkeit durch das Denken hinein, welches das Organ der Wahrnehmung von den Ideen ist. Dies ist keine Transzendenz. Es ist unbegreiflich davon zu sprechen, dass Ideen transzendental sein sollen, da sie ja durch das Denken ebenso beobachtbar sind, wie der Baum durch das Auge und der Ton durch das Ohr.Im Denkwillen könnte Baudrillard den Kalkül finden, der allen Kalkülen zu Grunde liegt. Aber dieser Kalkül taucht nicht automatisch auf. Er ist nur zu haben, wenn wir ihn im Tun hervorbringen. Deshalb ist alles Erkennen ein schöpferischer Akt. Wir schaffen die Wahrheit in der Erkenntnis. Sie ist uns nicht automatisch gegeben. Ist unsere Erkenntnis nicht wahr, so ist sie keine Erkenntnis. Der Irrtum wird korrigiert durch den Logos in der Welt und im Menschen. Wenn dieser Kalkül automatisch auftauchen würde und nicht durch den schmerz­haften Geburtsvorgang des Schwellenübertrittes zum Erleben des Denkwil­lens, dann wäre er so gegeben, wie die übrige Welt auch. Dadurch würde die Ent­wicklung stag­­nieren oder wie Baudrillard in seiner Schrift »Die Intelligenz des Bösen« zeigt, in die Dekadenz der Banalität versinken. Wenn die Erkenntnis- und Erfah­rungs­wirklichkeit des Denkwillens automatisch auftreten würden, dann wäre sie entwick­lung­shemmend und dadurch böse. In der künstlichen Intelligenz erkennen wir den Logos durch die Kalküle zu Tode gemartert und erstorben, maschinell automatisiert. Der Ausdruck »künstliche Intelligenz« übt eine gewisse Faszination aus, ist aber nichts weiter als ein programmiertes und zumeist datenbank­gestütztes System von Methoden, welche entsprechend vorgeschlagen werden, wenn ein Ereignis unter Umständen eintritt. Das System der künstlichen Intelligenz übernimmt die Rolle eines Experten, dessen Wissen hinterlegt wurde. D.h. dieses System kann niemals über dasjenige hinauswachsen, was hinterlegt wurde. Um den Logos brauchen wir uns deswegen nicht mehr, aber auch nicht weniger Sorgen zu machen. Erkenntnis des Logos und Umgang mit dieser Erkenntnis liegen da, wo sie immer liegen: in der Verantwortung des Menschen.Baudrillard spricht über die Intelligenz des Bö­sen: «Bei der Intelligenz des Bösen muss man begreifen, dass es das Böse ist, das intelligent ist, welches uns denkt – in dem Sinne, dass es automatisch in unser Handeln impliziert ist. Denn es ist nicht möglich, dass eine Handlung oder eine Sprache, gleich welche es sei, nicht über ein Doppelgesicht, eine Rückseite und folg­lich eine duale Existenz verfügen. Und dies gegen jede Finalität oder objektive Ausrichtung. Diese duale Form ist unüberwindbar, von jeglicher Existenz unabtrennbar, und folglich ist es vergebens, sie verorten oder, mehr noch, sie an­pran­­gern zu wollen.»Das Bedürfnis Baudrillards nach dem vor allem komplexen und analytischen Den­ken automatisch auftretenden Kalkül zeigt seinen Willen nach der Erkenntnis des Bösen, welches er stets im Schlepptau des Guten sieht und umgekehrt. Das Eine wur­zelt im Anderen und gerade dadurch ist es möglich, dass Evolution stattfindet. Die Bewusstwerdung des Denkwillens ist unmöglich ohne die Erkenntnis der Wirk­kraft des Bösen im Sinne von Goethes Faust: «Ich bin ein Teil von jener Kraft die stets das Böse will und stets das Gute schafft.»Böse in diesem Sinne sind die evolutionshemmenden Kräfte, die uns den Denk­wil­len nicht zu Bewusstsein kommen lassen wollen. Diese aber deswegen an­zupran­gern, wäre im Sinne Baudrillards gerade das Verkehrte, weil, nun in unse­rem Sinne, gerade diese Widersacherkräfte uns es ermöglichen, den Denkwillen besonders stark aus­zubil­den.&lt;br&gt;
[1] Baudrillard, Jean: Die Intelligenz des Bösen. Wien 2006. S. 156.&lt;br&gt;
[2] Ebenda: S. 30.&lt;br&gt;
[3] Frey, Fritz: Die Informationslücke. München 2006. S. 13
&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2007/11/06/die_wirklichkeit_des_ich~3254987/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><category>spiegelwelten</category><category>genforschung</category><category>illusion</category><category>wirklichkeit</category><category>religion-und-wissenschaft</category><category>gehirnforschung</category><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2007/11/06/die_wirklichkeit_des_ich~3254987/#comments</comments></item><item><title>Jugend und Gewalt</title><link>http://Informationsluecke.blog.de/2007/11/06/jugend_und_gewalt~3254311/</link><guid isPermaLink="false">tag:informationsluecke.blog.de,2007-11-06:/2007/11/06/jugend_und_gewalt~3254311/</guid><pubDate>Tue, 06 Nov 2007 14:43:28 +0100</pubDate><description>	&lt;p&gt;Wo liegen die Gründe stets zunehmender Aggression und Zerstörungswut in unserer Gesellschaft? Nicht allein der politische Ausdruck dieses Phänomens durch links- oder rechtsextreme Gruppierungen wirkt beunruhigend und verunsichernd in den Alltag. Die zunehmende Gewaltbereitschaft auf Pausenhöfen und in Klassenzimmern gegenüber Gleichaltrigen oder Erwachsenen lässt längst aufhorchen. Die jungen Menschen als Indikatoren des Gesundheits- oder Krankheitszustandes unserer Gesellschaft reagieren am schnellsten auf Störungen im zwischenmenschlichen oder staatlich-sozialen Bereich. Das Phänomen zeigt sich ebenso in den Fussballstadien und in den Discotheken.&lt;br&gt;
Durch wirklichkeitsfremde, aus Statistiken und Prognosen erzeugte soziologische Konstrukte, durch welche die Gesellschaftsstrukturen verändert und der Zeit angepasst werden sollen, lässt sich das Bedürfnis der Kinder und Jugendlichen nach echter, wirklichkeitsgemäßer (eben nicht konstruierter!) Begegnung nicht erfüllen. Repression und Prävention auf der Grundlage wirklichkeitsferner Konstrukte haben keine Wirkung.&lt;br&gt;
Die jungen Menschen empfinden sich nicht als die psychischen Konstrukte, als welche ihr Ich-Bewusstsein wissenschaftsgegeben bezeichnet wird, sondern als reale Wirklichkeiten, welche wahrgenommen und ernst genommen werden wollen.&lt;br&gt;
Im unten aufgeführten Buch wird das gesellschaftliche Denken, das zur gegenwärtigen Situation geführt hat gründlich analysiert. In der Analyse kommt der Autor zum Schluss, dass einerseits wirklichkeitsfernes Denken letztlich zu Repression führt, ebenso wie zusammenhangloses Denken zur Unverbindlichkeit zwischen den Menschen führen muss. Beide Denkweisen der Erwachsenenwelt finden keinen Zugang zu den jungen Menschen. Ein Umdenken, das die Wirklichkeit des Menschen und der Welt erfassen kann, tut not. Denn durch ein solches Denken ist jeder Mensch erreichbar, es ist geradezu eine Grundvoraussetzung zu einer gesunden Entwicklung. Der Weg dahin ist im Buch eindrücklich dargestellt. Ebenso werden die Gründe ausgeführt, warum sich die postmoderne Gesellschaft mit Händen und Füssen gegen ein solches Umdenken wehrt.&lt;br&gt;
Eine Schrift zu diesem Thema heisst: Wut, Chaos und Zerstörung. Gesellschaft und Ichbewusstsein. Erschienen im Grin-Verlag München. 2007. Autor: Fritz Frey&lt;/p&gt;
&lt;p&gt; &lt;small&gt; &lt;a href="http://Informationsluecke.blog.de/2007/11/06/jugend_und_gewalt~3254311/#comments"&gt;Kommentare&lt;/a&gt; &lt;/small&gt; &lt;/p&gt;</description><comments>http://Informationsluecke.blog.de/2007/11/06/jugend_und_gewalt~3254311/#comments</comments></item></channel></rss>
